Dritter Abschnitt.
Die ältesten nachweisbaren Ahnen der Hohenzollcrn väterlicherund mütterlicher Seite.
Erstes Gapitet.
Jenes mächtige und w eitv e rzw ei g te G e s chle ch t,neuerdings gemeinhin die Burkardiuger genannt,welches schon im neunten Jahrhundert die Herzogs-w ürde vonRätie n (u. a. dem heutigen Graubünden) besah,dabei neben anderen Grafenämtern das über denScherrag au (darin Balingen und Mühlheim a. d. Donau)bekleidete, und im zehnten Jahrhundert Ala man-nten zwei berühmte Herzoge des Namens Burkardgegeben, ist unstreitig derllrstamm der Hohenzollernunserer Tage.
Zum Jahr 1061 werden die nach der Burg Zollern erst-mals benannten Ahnen der Hohenzollern in zwei glaubwürdigenQuellen aufgeführt. Es ist ein Burkard, welchem, wohl alsdem damaligen Haupt des Hauses, eine vollkommen zuverlässigeAufzeichnung den Titel Graf (»ooiuss«) beilegt und ein Wezel(d. i. Werner), dem solcher nicht gegeben wird. S. den erstenAbschnitt des zweiten Teils.
Beide, wohl Brüder, starben, wie wir eben dort näher aus-führen werden, mit Hinterlassung von höchst wahrscheinlich damalsnoch minderjährigen Söhnen, in einer heftigen Fehde eines gewalt-samen Todes. Ihr unbekannter Vater muß indes schon in derzweiten Hälfte des 11. Jahrh. gelebt haben.
Um diese Zeit nannten sich aber auch die hochadeligen, fürst-