Zweiter Abschnitt.
Die Gaue, in welchen die im vorige» Abschnitt aufgeführtenGrafschaften und Besitzungen des Gesamthanses Zollern ge-legen
Dieselben lagen meist in jenein ausgedehnten Landstrich dessüdwestlichen Alamanniens, der von einem gewissen Bertold,welcher ohne Zweifel einer Zeit angehört, von der keine urkund-lichen Nachrichten auf uns gekommen, den Namen Bertoldsbard. i. Amtsbezirk des (Grafen) Bertold erhielt^).
Bertold, „Perahtold" (7. Jahrh.) auch „Bertoald",„Berc htwald" (so im Leben des hl. Bonifazius) ?c., ist einervon jenen bedeutungsvollen, meist aus der Heidenzeit stammendengermanischen MannSnamen. Von demselben ist das althochdeutsche„peraht", das mittelhochdeutsche „perht", „berht" (nochim Englischen bright) das Stammwort und bedeutet glänzend,während der ganze Name sagen will: der ruhmvoll Waltende^).Dem entspricht denn auch vollkommen die hohe Stellung, welchejener Bertold und seine Nachkommen durch Geburt, Macht undAmt im alten Alamannien eingenommen haben. Ist doch seinGeschlecht die Wurzel, aus welcher die alamannischen VolksherzogeGotefrid (f um 708), dessen Söhne Lantfrid und Teut-bald wie auch Nebi und Berchtold, Gottfrieds Enkel, welch'letztere zwei in der Geschichte der alamannischen Klöster St. Gallenund Reichenau 720 und 724 genannt werden, hervorgegangen sind.
Um die Mitte des achten Jahrh. machte, nachdem Teut-l> ald seine wiederholte Auflehnung gegen die fränkischen Macht-