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Der Urstamm der Hohenzollern und seine Verzeigungen
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Nach auf uns gekommenen Andeutungen wurde sie durch die Sorgefür das an ihrem Wohnsitz befindliche Mönchskloster nicht seltenin Anspruch genommen, was sie denn auch häufig mit dem erstenAbte desselben, Walafrid, der sicherlich auch in andern Dingenihr Ratgeber war, in Berührung brachte. Sie soll sich auchmit dem klösterlichen Leben u. a. in so weit befreundet haben, daßsie sich wenigstens teilweise an die klösterlichen Hören hielt, z. B.der Vesper in der Kirche anwohnte und die Regel beobachtete, vonder Komplet (der Stunde des Schlafengehens) bis zur Prim (Ta-gesanbruch) Stillschweigen zu beobachten ^°°).

Am ausführlichsten werden wir durch den oft erwähnten St.Galler Mönch und Geschichtschreiber Ekkehard (IV.) über der Ha-dewig als Witwe Lebensweise, soweit sich diese auf ihre gelehrtenStudien bezog, unterrichtet. Darunter ist indes sicherlich manches,wo nicht geradezu erfunden, so doch entstellt, auch mit Zeiten undPersonen nicht übereinstimmend ^). Immerhin aber ist die be-treffende Erzählung unsers Mönchs, der ohne Zweifel ein wahrerKern, ein Faktum, zu Grunde liegt, interessant, mag daher füglichhier eine Stelle finden, wobei wir übrigens manches zwischen denZeilen lesen mußten.

Had ewig war mit einem kleineren oder größeren Gefolgeeinmal als Witwe in das Kloster des hl. Gallus geritten, um dortzu beten. Vor der Wohnung des Pförtners, welche außerhalb derKlausur war, angekommen, öffnete ihr der, dein dieses Amt an-vertraut war. Derselbe hieß Ekkehard und war ein Neffedes gleichnamigen Dekans. Der hohe Besuch wurde van demherbeigeeilten Abte Burkard festlich empfangen und brachte indem außerhalb -der Klausur abgesondert gelegenen Gasthause dieNacht zu. Entsprechend der hervorragenden Stellung der Hadewig,die zudem eine Nichte des Abts war ^), wollte dieser des andern

^) Siehe Anm. 189 und unten.

**) Ist unerweislich und höchst unwahrscheinlich. Der Abt B. gehörtenach Anm. 199 dem Stamme der mächtigen Grafen des Argen- und Linz-gau's an (s. S. 199); wenn nun (nach der Petershauser Chronik in Usser-manns proürornus dorrnanias saoras Bd. I. S. 282) Hadewig wirklich dem-selben Geschlechte angehört hat, so war sie mit dem Abte wenigstens stamm-verwandt.