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nach dem Antritt des Reichs aus dem Königsgut Bamberg mitZugehör und das nahe Aura ch geschenkt hatte, ehe nach demTode seines kaiserlichen Oheims ein Jahr verstrichen war, mitHerzog Boleslaw von Böhmen einer Verschwörung bei, dieBischof Abraham von Freising, welcher schon der Ju-dith Ratgeber gewesen, angezettelt und die sich nichts Geringeresvorgesetzt hatte, als den jungen Kaiser Otto II. vom Throne zustürzen. Dieser erfuhr jedoch bald den sauberen Plan und ließdie Schuldigen festnehmen.
Wenn es sich so vollkommen rechtfertigte, daß Otto II. Bur-kar ds II. Nachfolger nicht aus dem baierischen Verwandtschafts-kreise genommen, so ließ derselbe sich bei seiner Wahl noch voneiner andern, ihn ehrenden Rücksicht leiten. Seinem unglücklichenStiefbruder Luitolf wurde zur Zeit, da" (954) ihm das Herzog-tum Schwaben abgenommen worden (s. S. 161), ein Söhnleingeboren, welches den Namen Otto erhielt. Das Jahr darnachist er, Otto II., geboren. Beide standen also fast in ganz gleichemAlter, waren auch innige Jugendfreunde gewesen ^), Medenn ersteren nicht selten an seines Großvaters Hofe trifft, so daßes nicht unwahrscheinlich ist, es werden beide mit einander erzogenworden sein. Diesem Otto, Luitolfs Sohne, verlieh nun auchKaiser Otto II. das Herzogtum Schwaben, das derselbe nebstdein von Baiern als des letzteren treueste Stütze bis zu seinemTode (982) inne hatte. Darnach wurde Konrad aus dem altensalischeu Stamme zum Herzog von Schwaben gesetzt, welche Würdederselbe bis 997, also noch unter Kaiser Otto III., bekleidete. Soist denn die Angabe, Had ewig, Herzog Burkards II. Witwe(ff 994 s. unten), habe als solche namens des Reiches das Herzog-tum Schwaben verwaltet, vollständig unrichtig. Ihr verblieb nurdie Verwaltung des namhaften und ausgebreiteten Grundbesitzesmit den dazu gehörigen Leuten, welcher ihr als Leibgeding undMorgengabe zugefallen war, und zwar ohne Zweifel mit Hoheits-rechten, der peinlichen Gerichtsbarkeit und anderen Befugnissen,welche sie durch ihre Vögte ausüben ließ, wobei es wohl auch vor-gekommen sein mag, daß sie als thatkräftige Frau hie und da per-sönlich eingegriffen. Es ist uns indessen darüber nichts spezielles,und auch über ihr Privatleben nur wenig zuverläßiges überliefert.
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