Druckschrift 
Der Urstamm der Hohenzollern und seine Verzeigungen
Entstehung
Seite
83
Einzelbild herunterladen
 

83

„viel Rotwilt, Swarzwilt, Füchse, Hasen u. dgl." befand. DerWildpark hatte aber nur ein auf den See führendes Thor, wel-ches, wenn man jagte, geöffnet wurde. Da ergötzte sich denn derHerr des Schlosses, wenn er mit den Frauen auf den Zinnendesselben saß, an dem Anblick, wie das Rotwild, von den Hundenverfolgt, daher rannte und sich in den See stürzte.

Die rechtliche Stellung von Hirrlingen gegenüber derGrafschaft Hohenberg im weiteren Sinne, zu welcher mit demAnfang des 13. Jahrh. auch die umliegenden Grafschaften Haiger-loch und Rotenburg gehörten, betreffend ist Folgendes zuerwägen.

Hirrlingen ist rings umgeben von folgenden Ortschaften,welche zn den eben genannten Grafschaften gehörten, in denenaber auch die Grafen von Zollern im engsten Sinne teilweise be-gütert waren: Rangendingen, Hart, Höfendorf,B i e t e n h a u s e n, sämtlich links über dem Starzelthal und nochin: letzten Viertel des 16. Jahrh. mit anderen zu Haigerlochgehörig; Hemmendorf, Dettingen in der Nähe von Alt-Rotenburg und F r o mm e n h a u s e n zu Rotenburg; inRangendingen, Hart und Höfendorf hatten auch dieGrafen von Zollern im engsten Sinne (d. h. nach der Teilungvon 1575, s. oben) noch in dieser Zeit Besitzungen und Rechte;Bier in gen, der Mündung der Starzel in den Neckar gegen-über, war noch in späterer Zeit ein zur Grafschaft Hohenberg(Rotenburg) gehöriges Lehen. Die Ortschaften Weildorf,Trillfingen, Jmnau rechts und links der bez. an derEyach unterhalb Haiger loch gehörten zu der hienach be-nannten Grafschaft; die an der Starzel und um diese oberhalbRangendiugen bis Hechingen, ja bis zur Quelle ge-legenen Orte zählten zur Grafschaft Zollern im engsten Sinne.

Aus dem Vorstehenden ist ersichtlich, daß Hirrlingennach allen Seiten hin inmitten von Ortschaften liegt, welche zuden Grafschaften des Gesamthauses Hohenzollern gehörten und indenen dieses Besitzungen und Rechte hatte, da die Starzel inihrem ganzen Lauf durch alt-hohenzollerisches Gebiet fließt, wiedenn auch urkundlich bezeugt ist, daß das Fischwasser derselbenvon Ran gen diu gen bis zur Mündung ein zu Hohenberg

6*