dem closter — zugehört, wiewol die hochen gericht daselbsder herrschaft Zimber zusteht. Nun hat aber das gemeltgotzhaus die gewonhait oder gerechtigkait gehapt, das derSchaffner oder amptmann von des abts wegen drei tag jedesjars das gericht zu B. erfordern hat megen und das besitzen,auch die mair oder inwoner daselbs, welcher etwas sträflichs(doch nur burgerlichs) begangen het, zu beclagen. Und wasuf dise tage gerüegt, do ist der frevel, nämlich die zwentail des abts, der drittail darvon der obrigkait; — was sonstdurchs jar gerüegt wurt am jargericht, welches doch ain herrhaben mag, wann er will, da hat das gotzhaus nichs an.Aber uf die bestimbten tag, wann der abt oder sein anwaldtdas gericht erfordert, so ist er auch schuldig dem weltlichenoberherren des dorfs darzu zu verkünden und laden lassen.Wa derselb dann kühnen will, soll er mit dritthalben pferdten— hinuf reiten und nit mehr. Jedoch begegnet im ain varenderschueler oder ain guete metz, die mag er wol laden mit imzu ziehen; doch soll er demselben schueler oder der metzenkain geren uss dem rock zerren. Wann er nun hinuf kombt,soll er ain schwarzen lindechen mantel umb haben und sollman sein drithalben pferdten das fuetter geben. Das magder herr in den mantel empfahen. Doch soll der haber solauter und rain sein, das im kein heimle an dem mantelbehäng; dann wann solichs geschech, so gibt man im andernhabern, biss er so sauber ist, das im nichts am mantel be-hangt. Doch so bleibt im der erst habern aller, wievil seinwurt, biss er so sauber wurt, wie gehört. Wann man dannessen will, soll man es so wol bieten, als man imer be-kommen mag, ausgenomen flüegends und fliessends. Ob dannain paur umb ein frevel gestrafft wurdt und wolt sich den zugeben sperren, mag der abtsanwalt dem selben pauren einseidin faden umb sein waichi spannen, den soll er nit brechen,auch weder under oder über den faden herauss gon, biss erbezalt. Wa er sollichs aber verachtet, darüber oder darunderherauss gieng, oder den faden brech, so ist dem gotzhaussein hof aigentlichn haimgefallen. Hiebei ist zu merken,seither diese gerechtigkait dem Spitel zu Rotweil zugestanden,so hat die alt gewonhait ein ende und lasens die Karsthansenhingeen, die solche Sachen nit hoch achten« ').
] ) Chronik III. 394, — Uhland a. a. 0. 91, 92, — Birlinger