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Die freien Herrn und Grafen von Zimmern : Beiträge zur Rechtsgeschichte nach der Zimmerischen Chronik
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Der Testator erscheint vor dem Hofgericht »gesund libes,vernünftig der sinne und mit wolbedachtem mute, frilich undungezwungen«; mit ihm erscheint Graf Heinrich, zugleich alsVertreter der andern Erben. Der Erblasser »tett vor unsmit urteil, als recht ist, ain Ordnung, gemeht und verschaffenvon alles sins gutz wegen, so er yetzo hat, fiiro Überkometoder im zufallet und das er nach tode verlasset, es syengrafschaft u. s. w. ligend und varend, klain und grosz,.nützit usgenomen, also und mit der beschaidenhait«. Nunfolgt die Zuwendung der einzelnen Güter an die Bedachten,,welche jene erben und behalten sollen vor allen andern Erbendes Testators und vor jemand anderem sonst; weiter werdenBestimmungen gegeben, wie es zu halten, wenn einer derErben ohne eheliche Nachkommen nach dem Tode des Erb-lassers sterben sollte, die Schulden des letzteren sollenvorweg bezahlt werden, bereits bestellte Leibgedingewerden bestätigt, u. s. w. »Doch so hat der Testator imselber hierinn behalten und nämlich bedingt, das er sin herr-schafft u. s. w. und alles sin gut - zu sinen hannden inn-haben, messen, besetzen, entsetzen und der und des gewaltig sinsol, damit ze tun, was er wil und im allerbest fügt, es sye ver-setzen oder mit verkouffen, mit vermachen oder mit hingebenfründen oder lantlüten durch gott oder durch ere, und ouchdisz Ordnung gemeht und verschaffen ze mindern, ze merenoder gentzlich oder ains tails wider abzetun und ze vernichten,wenn und wie dick er wil, er sye siech oder gesund, alledie wil und er lept, das in die vorbenempten sin vettern nochsusz nieman daran weder sumen noch irren sollen noch miigenin dhainen wege, susz noch so.« Weiter wird dann hervor-gehoben, dass der Erblasser diese Ordnung und Gemächt ge-than habe zu den Zeiten, da er es wohl thun mochte, mitHand und mit Mund und mit des Hofrichters Hand in diedes Grafen Heinrich, wie es vor dem Gericht mit Urtheil alszu Recht geschehen erklärt wurde, und solle dasselbe nunund in Zukunft, vor allen Richtern und Gerichten, an allenStätten, zu allen Tagen und an allen Enden Kraft und Machthaben x ).

fehlt der ausdrückliche Vorbehalt des Widerrufs. Die Ergänzung des T. vo»1448 S. 86.

1 ) Zum Schluss folgt dann noch die Erklärung des Grafen Egen, dass