Kegelraums ist die Matrize am unteren Ende des Giessinstruments so befestigt undmittels der Henkel angebunden, dass sie nach Zusammenschiebung des ersteren voneinem Drath gehalten wird. Zur entsprechenden Formirung des Buchstabens istbeim Einlegen der Matrize die grösste Aufmerksamkeit, sowie zur Herstellung desKegels die genaueste Justirung erforderlich. Es werden zu dem Zwecke zwei mgegossen und auf dem Besehklötzchen, einem viereckigen Klötzchen von Metall,mittels des Besehblechs, eines halbrunden Blechs mit einer Oeffnung, genau besichtigt,und mit den beiden von dem Besteller eingesandten Muster-m verglichen. Auchbedient man sich zur Erlangung der vollständigen Uebereinstimmung des Kegelsnoch des Justoriums, eines durch zwei Wände gebildeten viereckigen Instruments,an dem sich an zwei Seiten Leisten erheben und einen rechten Winkel darstellen;ferner des Kreuzmasses, eines Instruments von Gestalt eines T, einer Reissschieneähnlich, und des Kernmasses, um die Dimensionen des Buchstabens zu prüfen. DerBuchstabe hat an seiner vorderen Seite in der Regel eine oder auch mehrere kleineRinnen (Signaturen), welche man durch am Giessinstrument angebrachte verstellbarekleine Cylinder bildet.
Das Giessen mit dem beschriebenen Instrument geschah bei Dresler in zehnmit Schmelzpfannen versehenen Giessöfen. Ueber der Schmelzpfanne hat jeder Ofenein Zugrohr zur Ableitung des Rauchs, sowie auch Vorrichtungen zum Schutz gegendie Hitze, gegen das Umherspritzen und die Zurückführung des überflüssigen Metallsin die Pfanne. Der Giesser hält das Instrument in der linken Hand und schöpftmit einem halbkugelförmigen Löffelchen mit Schnabel in der rechten etwas Metallaus der Pfanne und bringt es in den Einguss. Das Eingiessen geschieht sehr raschund wird mit eigentümlichen Bewegungen des Instruments begleitet, welche soverschieden sind, wie die Grade der Buchstaben, und das Gelingen des Gusses istvon der bei der Hantierung mit dem Instrumente entwickelten Gewandtheit wesentlichbedingt. Der Buchstabe kommt beim Oeffhen des Instruments mit einem pyramidalenFortsatz (Giesszapfen, Anguss) und mit kleinen nadeiförmigen Ansätzen (Flossfedern)an den Ecken zum Vorschein, und es entstehen letztere durch zwei Kreuzeinschnitte,Luftlöcher, welche man an dem Giessinstrumente anbringt, um die Luft aus demleeren Räume zu entfernen. In derselben Weise wie die Buchstaben werden alleSchriftzeichen (Interpunctionszeichen, Ziffern, Klammern, Einfassungen etc.) gegossen.So leicht sich übrigens die Arbeit des Giessers ansieht, so schwierig und mühsamist dieselbe, namentlich bei Anfertigung der kleinen Schriften, wie Perl und Diamant,und der über Mittel hinausreichenden Grade. Viele Güsse müssen erst abgeklatscht,montirt, wieder in die Matrize gelegt und so aufgegossen werden. Von den mittleren