CHRISTIAN JOHANN FLINSCH.
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Bevor wir die flüchtig gezeichneten Bilder der drei übrigen in vorstehendenBlättern oft genannten Brüder von Ferdinand Flinsch eingehender besprechen, mögenhier einige, für sie alle geltenden Bemerkungen Platz finden.
Wir wagten es im Eingang der Lebensbeschreibung Ferdinand's die Brüderals ein Yierblatt zu bezeichnen, und müssen das Gileichniss an dieser Stelle nocheinmal wiederholen. Genährt und getragen von derselben Liebe ihrer Eltern, ingleicher Zucht und Sitte erzogen, und gleichartig ausgestattet mit einem klarenGeiste und reinem, tieffühlendem Herzen, glichen sie in der That einem Vierblatt,das in reiner Färbung auf einem Stengel sich herrlich entwickelte. Man sagt, einsolches Vierblatt schliesse das Glück in sich; und wer wollte es verkennen, dassdiese Brüder das Glück brachten, und indem sie es um sich verbreiteten, auch fürsich selbst im besten Sinne begründeten. In dem gemeinsamen Eifer, in dem stetenIneinandergreifen aller ihrer Kräfte, in der Ausdauer, die den ganzen Menschenzum Pfände setzte, lag die Bürgschaft für das Gedeihen ihres Hauses, für ihr undder Ihrigen Glück. So sind sie in ihrem Lebensgange oft kaum zu trennen, undwas hier anerkennend über einen derselben gesagt ist, kann dort mit gleichemRecht von den anderen wiederholt werden. Und doch hatte neben diesem Zusammen-wirken jedes Glied wieder seine eigene Mission, als Mensch oder als Geschäftsmann.
CHRISTIAN JOHANN FLINSCH wurde am 9. Mai 1788 zu Blankenberga. d. Saale geboren. Wir kennen die Verhältnisse seiner Eltern, wir sahen den mangel-haften Zustand des Unterrichts seiner Dorfschule, die er mit seinen Geschwisternbesuchte und können von ihm, wie von den übrigen Brüdern sagen, dass er dasin der Classe Gebotene niemals für genügend erachtete und deshalb unter den Augender Eltern weiterstrebte. Als erstgeborener Sohn wurde bei seinem Heranwachsenfür seine Zukunft die Bestimmung getroffen, der Nachfolger im Gewerbe seines Vaters