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Das Handlungshaus Ferdinand Flinsch : Gedenkbuch zu dessen fünfzigjähriger Jubelfeier am 20. April 1869
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DIE

SCHRIFTGIESSEREI EL IKSCH

in

FRANKFURT AM MAIN.

Der Erfinder der Buchdruckerkunst, Johann Gutenberg, verwirklichte seinenGrundgedanken in der Herstellung beweglicher Buchstaben (Typen), und sein Mit-arbeiter, Peter Schöffer, kann gewissermassen als Vollender der grossen Erfindungbetrachtet werden, insofern er für die Schriftgiesserei die Vater- und Mutterformen(Patrizen und Matrizen), sowie die geeignete Metallmischung für die Lettern geschaffenhat. So hoch die Buchdruckerkunst als Erfindung auch über der Schriftgiessereistehen mag, so lässt sich doch kaum verkennen, dass die Schriftgiesserei, welcheim Dienste und zur Verherrlichung ihrer Kunstschwester arbeitet, die grösstenAnsprüche auf deren Dank erheben darf, wenn auch die Vertreter der Kunst desSchriftgusses selbst nicht durch die bedeutendsten Leistungen die Beeinträchtigung,welche der geniale Erfinder des Bücherdruckes durch seinen Gehülfen erfahren,wieder gut machen können. Die Schriftgiesserei wurde lange Zeit ungetrennt vonder Buchdruckerei (Typographie) betrieben und hieraus mag es sich erklären, weshalbihr früher nicht gleich ihren vielnamigen graphischen Schwestern die Ehre derGräcisirung widerfahren ist. Der ihr von älteren Lexikographen beigelegte NameChalcographia kann kaum als solche Auszeichnung gelten, weil sie ihn mit derBuchdrucker- und Kupferstechkunst theilen musste, und ebensowenig kann derAusdruck toto/covs C ov als gültige Bezeichnung angesehen werden, da derselbe erstaus der jüngsten Zeit stammt.

Zu den Giessereien, welche sich durch geschmackvolle, wahrhaft künstlerischeHerstellung der Typen, sowie um Verbesserung des verwendeten Materials währendder letzten vier Jahrzehnten höchst schätzenswerthe Verdienste erworben haben,zählt in erster Linie die von Friedrich Dresler & Rost-Fingerlin in Frankfurt a. M.

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