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Das Handlungshaus Ferdinand Flinsch : Gedenkbuch zu dessen fünfzigjähriger Jubelfeier am 20. April 1869
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CARL AUGUST FLINSCH.

Es wird gewiss ein bewegter Moment für den Träger obigen Namens sein,wenn sein Auge bei der Jubelfeier des Hauses Flinsch auf diesen Zeilen ruht, wennaus denselben die geliebten Bilder der geschiedenen Eltern und Geschwister ihnanblicken, wenn längstvergangene Zeiten sich vor ihm neu beleben mit alle dembunten Wechsel des Gemüths- und Geschäftsverkehrs, dessen Wogen ihn oft so hochgetragen haben. Ist er doch der Einzige, dem es vergönnt ist, den Ruhm zuernten, zu dem er, im Verein mit seinen Brüdern, einst die Saat ausstreute. Dieandern drei umfängt längst der Frieden der bessern Welt. Ihnen ist ein neuesGeschlecht thatkräftiger Männer gefolgt, und diese bringen ihm, der die Tageihrer Kindheit sah, an dem gemeinsamen Ehrenfeste freudig die Krone des Ver-dienstes, die sie den Vätern nicht mehr reichen können, entgegen, und sind allevon dem einen Wunsche beseelt, dass die Parzen ihm den goldenen Lebensfadennoch lange, recht lange schlingen mögen!

CARL AUGUST FLINSCH erblickte das Licht der Welt am 28. August 1799und seine Wiege stand, wie die seiner Geschwister, in der Papiermühle seinesVaters zu Blankenberg an der Saale. »1« 6 . WJj- ^

Die Schule seines Ortes besuchte er nur wenige Jahre, da er seinen älterenBrüdern gegenüber den grossen Vortheil hatte, einen besseren Unterricht zu ge-messen, den er sich denn auch fleissig zu Nutzen machte. Durch seinen BruderFerdinand, der, wie wir wissen, in Schleiz seine kaufmännische Lehre beendethatte und mehrere Jahre als Commis dort verweilte, wurden die Eltern veranlasst,den lernbegierigen, aufgeweckten Knaben in die sehr gute Schule der kleinenResidenz zu schicken.

Es ist schon früher gesagt, dass der junge Weltbürger mit zärtlicher Liebevon Seiten des älteren Bruders überwacht wurde, und ist in dieser opferfreudigen

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