des vaterländischen Gewerbefleisses veranstaltet waren, nahmen von der neuen Fabrik-anlage freudig Kenntniss und trugen deren Besitzern die ehrendsten Anerkennungenund Belobungen ein.
Die Bestellungen wuchsen bald in einer Weise, dass das Haus mit den bestehendenBauten und Wasserkräften nicht mehr ausreichte. Es wurde das unterhalb derFabrik an der Saale gelegene ehemalige Geier'sche Hammerwerk angekauft unddaselbst ein stattliches Hülfswerk mit zwei Turbinen, die ersten, welche in weitemUmkreise angelegt sind, zum Betriebe einer Anzahl Halbzeug-Holländer aufgeführt.
Aber auch diese Erweiterung konnte mit dem fortschreitenden Wachsthum desPapierbedürfnisses nicht lange gleichen Schritt halten. Im Jahre 1860 musste zuneuen Bauten geschritten werden, wenn anders die regelmässigen Bestellungen derGeschäftsfreunde befriedigt werden sollten. Nachdem durch rationellere Leitung desWassergrabens die vorhandene Kraft auf ihren Höhepunkt gebracht, wurden zurBegegnung aller Wechselfälle gleichzeitig Dampfmaschinen zum Betriebe der eigent-lichen Papiermaschine sowohl, als auch der Holländer eingeführt, und arbeitet dieFabrik jetzt mit vierzehn Holländern. — Ein riesiger Schornstein erhebt sich ineiniger Entfernung von dem Fabrikgebäude auf dem natürlichen Felsen und ist mitdem Dampfkessel durch einen in den Felsen getriebenen Kanal verbunden. — ZurGewinnung der erforderlichen vergrösserten Arbeitssäle erhöhte man das Fabrikge-bäude in seiner ganzen Ausdehnung um ein Stockwerk.
Der Gang der Arbeit in dem neuen Etablissement ist nun folgender. In demeben erwähnten Hülfswerke werden in dessen vier Holländern die Lumpen zu Halbstoffzermalmt. Vermittels einer sehr sinnreich construirten Centrifugalmaschine wirddann das Wasser entfernt und der Stoff, hinreichend getrocknet, auf einer von demgegenwärtigen Besitzer durch das Felsenufer der Saale gebrochenen, mit Schienen-geleise versehenen Kunststrasse der eigentlichen Fabrik zugeführt. Der Stoff wirdhier zunächst in Kasten von Granit gebleicht. Später gelangt er auf einem Schienen-wege zu einem Aufzuge und mittels desselben in den Holländersaal, um zu Ganzzeugfertig gemahlen und nach Erforderniss gefärbt und geleimt zu werden.
Nach dieser Behandlung wird die nunmehr fertige Papiermasse in zwei grossefeststehende Bütten geführt, aus denen sie in den. Regulator aufgenommen wird,welcher die Schwere (Stärke) des Papiers zu bestimmen dient.
Im Knotenfänger werden dann noch die gröberen oder sandigen Theile desStoffes zurückgehalten und nun strömt die übrige gereinigte Masse auf die Maschine,auf deren endlosem Siebe sie sich zu weichem Papier gestaltet. Indem dieses Papierdie Gautsch- und Nasspressen durchläuft, verdichtet und befestigt sich die nen
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