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Das Handlungshaus Ferdinand Flinsch : Gedenkbuch zu dessen fünfzigjähriger Jubelfeier am 20. April 1869
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gebildete Fläche, welche schliesslich über die Trockeneylinder und Glättapparatehinweggleitet, um auf dem am Ende der Maschine angebrachten Haspel als fertigesPapier aufgerollt zu werden.

Die Papiermaschine arbeitet 60 Zoll breit und liefert per Tag durchschnittlich30 bis 36 Centner Papier, oder 300 bis 360 Ries gewöhnlichen Schreibpapier-formates. Eine sehr gut construirte Schneidemaschine zerlegt das Papier in diegeforderten Formate. Ein Aufzug führt es dann in den Papiersaal, wo es sortirtund je nach Erforderniss vermittels zwei cylindrischer Glättpressen bis zum höchstenGlänze satinirt wird. Durch hydraulische Pressen von 2000 Centner Druckkraftwerden später die fertigen Papiere verpackt und die zu versendenden Päcke, wiederumauf einem Schienenwege, an die zur Beförderung bereitstehenden Frachtwagen geführt.

Durch einen Aufzug gelangen die der Fabrik zugeführten Lumpen (Hadern) indas, im oberen Geschosse des Gebäudes befindliche Lumpenmagazin. Ueber diesemliegt der Lumpensaal, wo die Lumpen von den Arbeitern nach der Güte sortirt undzerkleinert (zerrissen) werden. Hierauf werden sie vermittels eines Aufzugs in dasunter dem Dache befindliche Lager gebracht und aus diesem später durch einezweckmässige Vorrichtung direkt in die Räume geleitet, wo sie in grossen metallenenApparaten, durch Anwendung von überheizten Wasserdämpfen, gewaschen und voll-ständig gereinigt werden, um für die Verarbeitung zu Halbzeug in dem obenerwähnten Hülfswerk brauchbar zu erscheinen.

Gegen 100 Arbeiter finden in der Fabrik direkt ihren Lebensunterhalt, undwir dürfen sämmtliche Einzelheiten der Fabrik als musterhaft betrachten, da sievon verschiedenen neueren Anlagen dieser Art mehr oder weniger zur Richtschnurgenommen sind.

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