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Das Handlungshaus Ferdinand Flinsch : Gedenkbuch zu dessen fünfzigjähriger Jubelfeier am 20. April 1869
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galt dieser Besitztitel indess nur bis zum Eintritte der Volljährigkeit der beidenjüngsten Söhne, Heinrich und Alexander Flinsch.

Das Frankfurter Handlungshaus nebst der Maschinenpapierfabrik zu Freiburgim Breisgau verblieben in dem Besitz von Heinrich Friedrich Gottlob Flinsch, demjüngsten Bruder des Verstorbenen und Mitbegründer des gesammten Geschäfts, derauch die Freiburger Fabrik erworben und seit Jahren für seine alleinige Rechnungbetrieben hatte.

So war nun der Strom, der so viele Jahre hindurch ungehemmt in einemBette dahinfloss, in mehrere Arme getheilt. Aber wie alle Ströme der Welt einZiel haben, wie sich alle in dem grossen, die Erde uniziehenden Ocean vereinen,so fanden auch jene in einem gemeinsamen Wirken, einem innigen Festhalten anden Familienbanden und den grossen Interessen des Geschäftsverkehrs wieder ihreunlösliche Vereinigung, die segenbringend bis auf den heutigen Tag fortbesteht nndsich auch niemals lösen wird.

Wir dürfen, hier anlehnend und weitergehend, nur das Leipziger Geschäft imAuge behalten, da das Frankfurter in allen seinen Einzelnheiten eine ausführlichereWürdigung finden wird.

Ein Zeugniss, dass das erstere auf dem errungenen Boden nicht stille stand,giebt schon mit dem Beginne* des Jahres 1852 die Erwerbung der ehemaligenHändefschen Papierfabrik zu Cospuden von Seiten des ältesten Sohnes und Mitchefsdes Hauses, Gustav Flinsch. Dieses neue Etablissement wurde kurz nach dessenAnkauf wesentlich verbessert und trug sodann seinen Theil an der Hebung undVermehrung der Produktion.

Am 1. Mai 1800 fand der im Testament Ferdinand's vorgesehene Eintritt derbeiden jüngsten Söhne Heinrich und Alexander Flinsch, beziehungsweise der Rücktrittderen Mutter und Schwester Statt, und es wurden dem Geschäfte somit zwei neuejugendliche Kräfte zugeführt, die thätig in das grosse Getriebe des Ganzen eingriffen.

In demselben Jahre wurde eine bedeutende Ausdehnung der BlankenbergerFabrikanlage beschlossen und ausgeführt, die hauptsächlich in dem Aufbau eineseigenen Holländerhauses mit Dampfbetrieb und anderer Hülfsräume gipfelte.

Immer grossartiger gestaltete sich der Verkehr des Hauses in seinen Ver-bindungen nach Innen und Aussen; der erhöhte Aufschwung des Buchhandels, dasAufblühen der Zeitungs-Literatur, verlangte eine Menge von Papier, wie sie sichkaum in Zahlen wiedergeben lässt. In der immerfort zunehmenden Güte des Papierslag für das Geschäft der Grund zur steten Vermehrung seiner Kunden und zurfortgesetzten Zunahme seiner Hülfsquellen.

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