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den bedrohenden Feind energisch gestellt, doch endlich musste er den Rath desArztes suchen. Dieser, ein verschlepptes rheumatisches Uebel vermuthend, rieth denGebrauch der Bäder in Töplitz. Die Ansicht des Arztes war aber eine irrige unddie Wirkung der warmen Bäder eine höchst nachtheilige, denn der Patient erkranktenun ernstlich, und obgleich er im Laufe des nächsten Winters wieder genas, soblieb er doch für die Folge sichtbar geschwächt. Ein Herzübel griff mit verheerenderGewalt seinen ganzen Organismus an und versetzte die Seinigen in die bangsteSorge. Dennoch versäumte er seine Geschäfte nicht; trotz der liebevollen Bittenseiner Gattin blieb er denselben mit seinem ganzen Eifer zugewandt.
In zwei aufeinander folgenden Sommern besuchte er auf den Rath der AerzteHelgoland und nahm daselbst fleissig Seebäder. Während die erste Kur das Uebelfast beseitigte und eine wohlthätige Stärkung brachte, hatte der zweite Besuch derInsel leider gar keinen Erfolg, denn nach der Heimkehr erkrankte er ernstlicherund ward für längere Zeit an das Lager gefesselt.
Schon zu dieser Zeit schrieb der Leidende seinen letzten Willen und traf darinsolche Verfügungen über das gesammte Geschäft, dass man später über die Klarheitund Einsicht staunte, mit welcher er den Gang seiner Schöpfungen im Auge behielt,auch während die Kraft des Körpers schon gebrochen war. Er war gefasst, denjammernden Seinigen und der schönen Erde Lebewohl zu sagen, aber noch einmalgewann die bessere Natur die Oberhand über das Uebel und er erholte sich zurFreude Aller, die ihn kannten — und wer kannte ihn nicht innerhalb der Mauernder grossen Stadt und über diese hinaus!?
Der erste Frühlingsstrahl des Jahres 1849 trieb ihn von seiner Beschäftigunghinweg. Zuerst ging er nach Frankfurt a. M., von dort auf ärztliche Weisung nachFreiburg im Breisgau, woselbst sein Bruder Heinrich beschäftigt war, wie wirspäter mittheilen werden. Er hoffte sich dort durch eine Molkenkur zu kräftigen;aber schon bald nach seiner Ankunft hatte er wieder einen Anfall seines altenUebels, welcher zwar schwand, sich aber wiederholte und zuletzt deutlich zeigte,dass alle Hoffnung auf Genesung vergeblich sei. So den Keim des Todes schon inder Brust tragend, erfreute er sich noch an den Schönheiten der Natur des herr-lichen Schwarzwaldes und hing mit verklärten Blicken an dem Zauber der schönenGotteswelt. Doch er mochte schon die Ahnung des baldigen Todes in sich fühlen,als er beschloss, eiligst zur Heimath zurückzukehren. Nur auf höchst beschwerlichenUmwegen konnte er dahin gelangen, denn in Baden loderten damals die verderb-lichen Flammen des Bürgerkrieges empor und die wilde Bewegung von Volk undTruppen hemmte jeden friedlichen Verkehr. Die Beschwerlichkeiten dieser Reise
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