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Das Handlungshaus Ferdinand Flinsch : Gedenkbuch zu dessen fünfzigjähriger Jubelfeier am 20. April 1869
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Nach seiner Rückkehr aus England wandte er sich sogleich nach Blankenberg,Tim für die Unterbringung der neuen Maschine zu sorgen. Die väterliche Papier-fabrik, die sein Bruder Christian bis dahin betrieben hatte, wurde abgebrochenund an ihrer Stelle ein neues geräumiges Gebäude, sowie ein mit allen Bequem-lichkeiten ausgestattetes Wohnhaus aufgeführt. Im Sommer des folgenden Jahreskam das gewaltige Maschinenwerk, über 600 Centner wiegend, durch das HausWeisker & C ie - in Schleiz, über Hamburg nach Blankenberg, woselbst es nun sogleichaufgestellt wurde. Ein halbes Jahr darauf stand die ganze Anlage fertig da, unddie Maschine konnte ihre Arbeit beginnen.

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Nicht sogleich hatte man das grossartige System des neuen Werkes begriffen;

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eine erschreckende Trägheit lähmte Rad und Hebel und liess Manchen verzagen;doch der unermüdliche Leiter des Ganzen hatte bald die bei der Aufstellung derMaschine begangenen Fehler entdeckt, und nun ein Wunder des Menschengeistesstand sie da und wirkte Wunder, denn es bot sich dem erstaunten Auge die That-sache, in jeder Stunde einen Centner des schönsten Papiers aus ihrem sausendenGetriebe hervorgehen zu sehen.

Da nun alle früher in Penig gemachten Erfahrungen die Arbeiten in der neuenFabrik zu Blankenberg unterstützten, so konnte es nicht fehlen, dass die Güte undSchönheit des Papiers immer mehr zunahm. Schon im Jahre 1844, bei Gelegenheitder Preussischen Gewerbeaussteilung in Berlin, gelangten die Fabrikate des HausesFlinsch zur vollsten Anerkennung und wurden durch die Verleihung der grossensilbernen Medaille ausgezeichnet.

Beide Fabriken unterstützten nun den Papierhandel durch die rascheste Aus-führung aller Aufträge auf das lebendigste; doch die unermüdliche Thätigkeit derBrüder, deren richtiges Auffassen der Zeitverhältnisse und ihrer Bedürfnisse hob dieGeschäfte so sehr, dass sie zur Befriedigung ihrer weit über Deutschland hinaus-gehenden Kundschaft, neben den Erzeugnissen ihrer eigenen Fabriken, auch nochdiejenigen von zwölf anderen im Laufe eines Jahres verwertheten.

Aber lange noch nicht sollte das Haus Flinsch die Höhe seines Strebenserreicht haben. Den Brüdern, Söhnen und Neffen des wackeren Begründers bliebes vorbehalten, später die Glanzperiode des Geschäftes herbeizuführen und zuunterhalten.

Ist uns Ferdinand Flinsch in Vorstehendem bisher nur als der unermüdlicheGeschäftsmann entgegengetreten, so sei es der liebenden Hand vergönnt, leise denSchleier zu lüften, der das Bild seines edlen Charakters verhüllt. Barg er dochselbst so manche edle That unter bescheidnem Schweigen, den Dank der Mitwelt