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Das Handlungshaus Ferdinand Flinsch : Gedenkbuch zu dessen fünfzigjähriger Jubelfeier am 20. April 1869
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Fehler der Maschine beseitigt, und da er nun seine ganze Aufmerksamkeit derZubereitung des Papiers widmete, so fertigte er bald ein solches, das sich an Weisseund Festigkeit vor fast allen deutschen Fabrikaten auszeichnete. Und nun kam derSegen der Ernte nach so langer, mühevoller Aussaat. Es. kam die Freude desGelingens und der Triumph des Sieges in die Brust des Begründers. Aber dieseErfolge machten ihn nur in sich selbst stolz; nach Aussen blieb er derselbe schlichte,bescheidene Mann, der er gewesen, als er im kleinen Räume sein Geschäft begann,wo ihm ein Tisch die Stelle des Pultes und der Ofen die der Kasse vertrat, undder Aufschwung seines Geschäfts brachte ihn nicht um ein Titelchen ab von dergewohnten Arbeitsamkeit und liebevollen Fürsorge für Die, so seinem Herzen nahestanden, wie für alle Diejenigen, die mit ihm an der grossen Aufgabe seines Lebensarbeiteten.

Es ist selbstverständlich, dass der Ruf des Hauses Flinsch eine immer grössereAusbreitung gewann. Zahlreiche neue Kunden wendeten sich dem Geschäfte zu, undjetzt war es möglich, dringende Aufträge ohne alle Verzögerung zu erledigen. Esdauerte aber nicht lange, so brachten der Aufschwung des Buchhandels, mehr aberdie vorzüglichen Papiere und die prompte und unbehinderte Bedienung des Hausesihm eine solche Menge von Bestellungen, dass die Peniger Fabrik allein diesenAnforderungen nicht mehr entsprechen konnte. Da machte Ferdinand seinen Brüdernden Vorschlag, eine zweite Fabrik anzulegen, und er bezeichnete die Heimath, denSchauplatz ihrer Kindheit, Blankenberg, als den günstigsten und passendsten Ortdafür. Sein Vorschlag fand den Beifall Aller und manche liebe Erinnerung derJugendzeit umstrahlte ihnen die neue Idee mit verklärender Hoffnung.

Im Spätsommer dieses Jahres (1841) machte Ferdinand mit seiner Gattin undTochter eine Reise durch den Westen Deutschlands, die er zum Erstaimen seinerBegleiterinnen über das Meer nach London ausdehnte. Dort bestellte er sich in derschon genannten Werkstätte von Donkin eine neue Maschine, das vollendetste Werk,welches bis dahin gebaut worden war. Gleichzeitig benutzte er den Aufenthalt inEngland dazu, sich über die gesellschaftlichen und gewerblichen Verhältnisse diesesLandes zu unterrichten, wobei er, wie sich denken lässt, der Papierfabrikationseine vollste Aufmerksamkeit schenkte. Das gewaltige Geschäfts- und Handelslebenmachte einen unvergesslichen Eindruck auf diesen Mann der That, und wenn manannehmen möchte, dass ihn dieses in jüngeren Jahren an die Insel würde gefesselthaben, so wissen wir andererseits, dass er ein zu echtes deutsches Gemüth hatte,als dass er sich durch fremde Interessen von seiner liehen Heimath hätte fernhalten lassen.