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Denkschrift den freiherrlichen Geburts-Stand der Edlen Herren von Gmainer zum und auf dem Schönstein betreffend :
(mit Beil. A - V)
Entstehung
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erscheint unter den Zeugen auch nochHilpold vom Steinder junger". Daß dieser Letztere bei dem in den vorstehendenUrkunden so vielfach nachgewiesenen hohen Range seines Hausesso weit unten in der Reihe der Zeugen genannt ist, hat seinenGrund unverkennbar in der oben unter Ziffer 34 schon bemerklichgemachten Sitte, die jüngeren Mitglieder der hohen Häuser, welchealso nicht die Herrschaftsbesitzer sind, den älteren Herren oderFamilienhäuptern nachzusetzen, und sonnt dient auch diese Urkundezur abermaligen Bestätigung der gleich am Anfange dieses Ab-schnitts (Ziffer 1) gemachten und für die Ermittelung von Stan-desverhältnissen im Mittelalter so wichtigen Bemerkung, daß vonden Notaren bei Anordnung der Reihenfolge der Zeugen nach ge-wissen, mit dem Stande und Range derselben in Beziehung stehen-den Regeln verfahren worden ist.

87) Ulk. Nr. 382. <>. 1397 (VI. 589) Ilaii von 8tu!», Itittvr.

Den Schluß der Urkundeusammlung in dem VI. Bande derQuellen zur bayerischen und deutschen Geschichte bildet eine Ur-kunde (Nr. 382), 4. 4. Hag in Holland, 9. Oktober 1397, worinder Herzog Albrecht die Negierung Niedcrbayerns seinem SohneJohann überträgt. Die hierbei gegenwärtig gewesenen Zeugenwerden (VI. p. 589) alshaimlich rate" (Geheime Räthe)des Herzogs Albrecht prädicirt, und unter diesen erscheintherrevon Stain, ritter". Ueber den Vornamen dieses Herrn vonStain vermögen wir zur Zeit noch keine Auskunft zu geben"))aber so viel geht auch aus dieser Urkunde hervor, daß dieser

42) Hund, bayer. Stammbuch, a. a. O. nennt einen Georg Schön-steiner zum Schönstein, als der Herzoge Albrecht und WolfgangRath,bei ihnen wohl angesehen gewesen" ohne weiteren Nachweis. DieserGeorg Schön st ein er kann aber nicht hiehergezogen werden, da die Her-zoge Albrecht (IV.) und Wolfgang erst im Ausgange des XV. undAnfang des XVI. Jahrhunderts lebten. Unter dem Jahre 1396 nenntHund (lediglich aus dem Turnierbuche abschreibend)Heinrich undHans"-im 22. Turnier. Jedenfalls erhellt auch hieraus wieder, wie zahlreich dasGeschlecht der Schönsteiner noch am Ausgang des XIV. Jahrhunderts imMannsstamm vertreten war.