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äum oder Lehen, gegeben wurden ^). Es war also jedenfalls Grundgenug vorhanden, daß diejenige Linie der Slainer, welche dasVicedom-Amt in der Stadt Straubing übernahm, sich in Gemein-schaft des Besitzes des Schönsteins in obigem Sinne mit der dortresidirenden Linie erhielt. Daß die Vicedome von Straubing,welche sonach äs surs „Gmainer zum Schönstein" waren undsein mußten, wenn sie nicht ihr Erbfolgerecht am Schönstein ver-lieren wollten, den Namen-„Gmainer" in dem XIII. und XIV.Jahrhundert noch nicht als Geschlechtsnamen führten, bez. diesesWort noch nicht als solcher in den Urkunden dieser Zeit erscheint,kann nicht befremden, eben weil dieses Wort nur ein juristischesVerhältniß ausdrückt, in welchem die Schön st ein er Vicedomezu den übrigen Schönst ei uern damals notorisch standen, undder hohe Stand der Vicedo mischen Linie durch ihren Amtstitelund die Bezeichnung „äs LtrubiuZg,", genügend gewahrt blieb,auch sie selbst sich jederzeit, wo es ihnen beliebte, Stain erSteinacher oder Schön st ein er nennen konnten und genannthaben, wie alle Geschichtsschreiber von Straubing bezeugen. Erstseit dem XV. Jahrhundert, seit welchem keine Linie der Schön-st ein er mehr Vicedome von Straubing lieferte, und die in Strau-bing angesessenen Linien derselben mit der städtischen Bürgerschaftin nähere Verbindung traten und Mitglieder des Rathes wurdenoder sonst städtische Aemter übernahmen, war für die ehemalsvicedomische Linie eine Veranlassung gegeben, sich als das zunennen, was sie seit Jahrhunderten schon rechtlich und that-sächlich waren, nämlich „Gmainer zum Schönstein", und sokonnte das Prädikat „Gmainer", welches an sich eine Rechtszu-
8) Schloß und Burgstall Schönstein war bis auf die neueste Zeit nebstder Hofmark Wetzelsberg noch ein bayerisches Lehen. Siehe oben S. 17. DaßSchloß und Burgstall Schönstein schon von den Schönsteinern, dann von denvon Starzhausen als bayerisches Lehen besessen wurde, sagt der noch vor-handene Lehcnbrief des Churfürsten Karl Albert für den Edlen FranzXaver Notthafft, Herrn von Weissenstein d. d. Amberg 12. October 1737 aus-drücklich; siehe oben S. 14.