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Nachrichten aus dein XIII. und XIV. Jahrhundert, welche hierbesonders in Betracht kommen, hinzuweisen.
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Der bayerische Adel im XIII. und XIV. Jahrhundert.
In den Quellen zur deutschen und bayerischen Geschichte,we lche auf Befehl und unter den Auspizien des K. Maximilian II.herausgegeben worden sind, finden sich in Band V (1857) undBand VI (1861) nicht weniger als 382 authentische bayerischeUrkunden aus dem XIII. und XIV. Jahrhundert abgedruckt, welcheein höchst vollständiges Material zur Erkenntniß und Feststellungdes bayerischen Sprachgebrauches in Bezug auf den Begriff desAdels und dessen Stufen enthalten.
Hieraus ergibt sich nun folgendes:
X) Der Ausdruck, kickolo« uostrl, unsere Getreuenoder lieben Getreuen, geht auf alle Klaffen von Personen,welche dem Herzog zu irgend einer Treue verpflichtet sind, sei esals Grafen, freien Herren, hohe oder niedere Beamte, viosäomiui,Amtleute, Vasallen, Dienstleute oder Unterthanen überhaupt. Aufdie Angehörigkeit einer in solcher Weise bezeichneten Person zuirgend einer bestimmten Standesklasse kann hieraus allein unterkeinen Umständen geschlossen werden^). Dasselbe gilt von derBezeichnung als Diener, Lorvikoros^).
Nur in dem Falle, wenn das Prädikat kiäolis einer Personim Gegensatz zu anderen als uobilos bezeichneten Personenbeigelegt wird, kann angenommen werden, daß es synonym fürluiuisksrialis steht^); desgleichen wenn kiäslis in Verbin-dung mit einen: speziell auf Ministerialität deutenden Prädikate,wie äapikor u. dergl. vorkommt^), oder wenn die dabei er-
9b) Siehe Beilage L.
96) Siehe Beilage O.
97) Vergl. z. B. Urk. Nr. 87, -r. 1266. V. x, 214, siehe Beilage X.
98) Z. B. Urk. Nr. 3, a. 1208. V. x. 11, siehe Beilage X.