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Denkschrift den freiherrlichen Geburts-Stand der Edlen Herren von Gmainer zum und auf dem Schönstein betreffend :
(mit Beil. A - V)
Entstehung
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(csuaiu cliu stabiles koscisve sei-vasssut apucl pi'iu-oipsm sorvisuäuiu sibi"). Endlich ersieht man noch ins-besondere, daß es eine Klasse von Personen gab, welche in derUsx Lasuvarioruiu gar nicht erwähnt ist, nämlichssrvipriuaipis, c^ui cliouutnv tirclolsallalolia", welchen zuge-sichert wird, daß sie dasselbe Wehrgeld behalten sollen, wie esihnen nach ihrem besonderen Herkommen (suxta moi-ew, Husiullabusrunt sul> parsutibus ssus" so. lluois) zukomvltwährend daneben die übrigen geringeren Lsvvi (ootori wiuv-ros") das Wehrgeld nach ihrer Usx, d. h. nach der I,ex ZZa-zuvarioruva behalten sollen.

Es liegt hier wohl das erste und älteste Beispiel vor, daßdas WortAdel" mit dem WorteSchalk", d. h. Diener,Knecht, Lovvus, in Verbindung gebracht worden ist und unverkenn-bar hat sich dieses Wort in der Form vonEdelknecht",welche in den bayerischen Urkunden der nachfolgenden Jahrhun-derte so häufig erscheint, erhalten^). Darüber, daß diese baye-rischen Adelschalke oder Edelknechte im Verhältnisse zu denilläo-lilzus uodilillus" des Herzogs eine geringere Klasse, imVerhältniß zu dessenostsris raiuoridus ssrvis" aber einehöhere Klasse bildeten, kann kein Zweifel obwalten. Sie warenoffenbar eine Klasse, welche einerseits in vielen Beziehungen dengemeinen Unfreien gleich behandelt wurde, anderseits aber docheinen ritterlichen Charakter hatte, und somit doch auch wie dereigentliche Adel, aus Geschlechtern von einer gewissen erblichenAuszeichnung bestand. Eine solche Klasse von Hofdienerschaft miteinem zwitterhaften, zwischen Unfreiheit und Freiheit oder Ritter-

85) Vergl, meine Alterthümer des deut. Reichs und Rechts, Bd. II.S. 210. 211.

86) Daß das WortEdelknecht" grammatisch nicht einenKnechteines Edlen", wie früher mitunter behauptet wurde, sondern einenedelenKnecht" bedeutet, bedarf wohl h. z. T. keiner Ausführung mehr. Vergl.Scheite mantel, Repertorium des deut. Staats- und Lehenrechts, s. v.Edelknecht. Es wird genügen, auf die analogen WortbildungenEdel-stein, Edelfalke, Edelhirsch, Edelknabe, Edelfräulein" u. f. w. hinzuweisen.