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Die Bezeichnung dieser vorgenannten Adelsgeschlechter in derI^sx Lasuvarioruin als „primi posb ^.AiIollinZos"schließt aber nicht aus — wie mitunter, aber ohne allen Grund,hat behauptet werden wollen "ch — sondern deutet vielmehr selbstan, daß es außer und neben denselben noch andere Adelsgeschlechterin Bayern gegeben habe. Das Dasein solcher anderen Adelsge-schlechter, welche aber an der obengedachten von den fränkischenKönigen herrührenden auszeichnenden Wehrgeldverdoppelung aller-dings keinen Antheil hatten, geht überdies schon aus den Dingol-finger Decreten des Bayernherzogs Thassilo II. vom Jahr 772klar hervor"'). In diesen Decreten werden die vorgedachten fünfausgezeichneten bayerischen Adelsgeschlechter nicht mehr besonderserwähnt. Dagegen erscheinen daselbst s. 2. „kiclslss st uobi-Iss", d. h. Edle, welche in Treupflicht zum Herzoge stehen, alseine Standesklasse, aus welcher in gewissen Sachen die Be-weiszeugen zu nehmen sind, und die sonach nicht aus nur einigenwenigen Personen im Herzogthum bestehen konnte. In sax. 5dieserDecrete werden ferner „nobilss, libsri st' ssrvi ssug"(so. äusis) erwähnt, mit der Zusicherung, daß sie „sus st Is-Zsin", wie sie bei Lebzeiten des Vaters des Herzogs Thassilo II.gehabt hätten, behalten sollen. In sap. 6 wird den Personen„Äs nobili Zsusrs" zugesichert, daß sie von ihren Erbgütern(„Äs Irsroclitats sua"), was sie wollen, an Kirchen schenkenkönnen"»), und aus s. 8 ersieht man, daß die bayerischen „Ho-Kilos" schon von den Vorfahren („xarsntss") des HerzogsLehen- oder Dienstgüter hatten, deren weitere Vererbung auf ihreKinder ihnen unter der Voraussetzung zugesichert wird, daß auchdiese ihre Dienstpflicht gegen den Herzog treu erfüllen werden
82) So z. B. von v. Savigny, Beitrag zur Nechtsgeschichte des Adels,Berlin 1836, S. 14.
83) Bei Walter, Oorp. 3ur. derm. Bd. I. p. 293 folg.
84) Eine ähnliche Erlaubniß, ihre prasäin und dsnstioia (Lehcngüter),einem neuen Spital am Berge Pprn zu schenken, ertheilte Herzog Ludwig1225 seinen Ministerialen; Quellen z. deut. u. bayer. Gesch. Bd. V. S. 36.Nr. 14.