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Denkschrift den freiherrlichen Geburts-Stand der Edlen Herren von Gmainer zum und auf dem Schönstein betreffend :
(mit Beil. A - V)
Entstehung
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Entstehung der Ritterorden und anderer ritterlicher Gesellschaften,welche den Landesherrn, die edlen Herren und die Nittermäßigenim Lande verbanden, einen besonderen Glanz erhielt >ch. So findetman z. B. namentlich in Bayern, im Jahre 1361, daß der HerzogFriedrich von Bayern und der Markgraf Meinhart vonBrandenburg (beide auch Pfalzgrafen bei Rhein), mit vielenHerren", worunter auch Grafen,Rittern und Knechten",eineGesellschaft" schloffen "), einander zu helfenzu Schimpfuud Ernst" ^). Die Mitglieder waren verpflichtet, bei festlichenGelegenheiten Röcke und Kappen von gleichein Schnitt und gleicherFarbe (Uniformen) zu tragen uud jährlich einen Hof und Turnierim Lande Ober- und Niederbayern am Sonntag nach St. Michaels-tag zu halten^), wozu jeder, der iu der Gesellschaft war, seinWeib, seine Schwester oder erwachsene Tochter bei Vermeidungeiner Buße mitbringen sollte.

Sonach wurde das WortRitter, luils«" ein Ehrenprädikat,und die Ritterwürde eine Auszeichnung, welche von den freienoder edlen Herren, die Fürsten und Grafen inbegriffen, nicht we-niger als von den rittermäßig geborenen Vasallen und Dienstleutenangestrebt wurde. Daher runfaßte die BezeichnungRitterschaft,iurlrt68" bald auch den Herrenstand wie die Rittermäßigen °"), undsetzten auch freie oder edle Herren, besonders jene, welche keineFürsten- oder Grasentitel führten, mit Stolz das PrädikatRitter,ruilos" ihren Namen bei, wenn sie die Aufnahme in eine ritter-

56) Vergl. meine deutsche Rech tsge schichte, 3. Aufl. 1853. S. 335 f.(Thl. II. s. 17).

57) Siehe die Urkunde vom 23. September 1361 in den Quellenzur bayer. und deut. Geschichte, Bd. VI. (München 1861) S. 465.

58) Der Sinn ist-bei Turniren und im Kriege". Dieselbe For-mel findet sich in gleichem Sinne in allen Wappenbriefen.

5S) Vermuthlich ist hierin der Ursprung des in Bayern noch bestehen-den, in neuerer Zeit zum Verdienstorden umgeschaffenen Ritterordens vomhl. Michael zu finden. Die Urkunde selbst ist am St. Michaels-Abend gegeben.

66) Odronioon I,aarisdg.m. Lenr. IV. 73. od. 1282 (IV. 442):militos, lam nobilvZ guain ininores".