Druckschrift 
Denkschrift den freiherrlichen Geburts-Stand der Edlen Herren von Gmainer zum und auf dem Schönstein betreffend :
(mit Beil. A - V)
Entstehung
Seite
8
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8uru spssuluiu vitas .loauuss Omainsr st i'itsIlalss vos svitis, lusvaiu guauäogus guoä sstis."

Am Schlüsse dieser Worte hinter der Jahrzahl 1482 ist einKelch, das Zeichen des priesterlichen Standes; neben dem rechtenFuße des Leichnams das Gmainersche Wappen, durch dengeschlossenen Helm als adeliges Wappen gekennzeichnet.

§- 2.

Soviel nun dieses Wappen anbetrifft, so liegt darüber vonder Direction des k. k. Haus-, Hof- und Staatsarchivs zu Wien,voni 30. Juli 1850 ein Auszug aus den: Original-Registratur-Buche K. Friedrich's III. 2°), äs auuo 14711475 8igu. 8.toi. 194 a. folgenden Inhalts vor:

ätsiu tun äodauussu Lvisstsr. V4uärssu unä Haun-s ou draaiusr gsdiüäsr unä ir slisd Is^dssvdön. 5lituaiusu sinsn 8odilt in ssods ^rvioddl in siuauäöv udsv-värsd gsslosssu glsiodadgstsilt äis ärsz^ an äsn sinsn8sitsu gsld unä äis annäsrn rotin Unä äsn Hslin gs^irtinit sinsn roten unä gelben dslwsässddsu, äaraul /rvsl»putlsnborner 27^ äas ein unäsn bald gsld äas annäsr baldteil odsn rot. vnä äas annäsr dorn bald unten rot vnäbald odsn gsld. I)s novo äatuin ksgsnsdurg an Non-tag naod Nargarstds. ^.nno äoinini ineeeelxxs"".

Das Wesentlichste in dieser Beurkundung sind die Wortevs novo äatuin", welche dem Begriffe vonneuerdingsgegeben" entsprechen. Es handelte sich also damals (1471) nichtum die Verleihung eines neuen, sondern um die neue Ausferti-gung eines von Alters hergebrachten bez. schon früher verliehenenWappens, zu dessen Führung dem Pfarrer Johannes Gmainersichtlich die Berechtigung von dem Augsburger Domkapitel bestrit-

26) Nach österreichischer Bezeichnung Friedrich IV. da man inOesterreich Friedrich den Schönen, den Gegenkönig von K. Ludwigdem Bayern, in der Reihe der deutschen Könige und Kaiser als Fried-rich III. zählt.

27) Büffelhörner.