Druckschrift 
Denkschrift den freiherrlichen Geburts-Stand der Edlen Herren von Gmainer zum und auf dem Schönstein betreffend :
(mit Beil. A - V)
Entstehung
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nicht früher unter diesem Namen erscheinen, hat seinen unver-kennbaren Grund aber darin, daß sie früher als Vicedome denNamenäs LtraubinAg. oder von Sträubing" führten, wieans den in dem zweiten Abschnitte dieser Ausführung besproche-nen Urkunden klar hervorgeht."^)

Die Nachrichten, welche von den Gmainern insbesondere,seit sie unter diesem Namen auftreten, ungeachtet des Verlustesihres Familienarchives noch gegeben merden können, sind über-sichtlich zusammengestellt folgende.

s- 1.

Ein Johannes Gmainer, der im XV. Jahrhundertlebte, widmete sich dem geistlichen Stande, und wurde nach demim I. 1468 erfolgten Tode des Pfarrers Jacobus Geßler alsStadtpfarrer zu St. Peter in der Altstadt Straubing gewählt.Da aber nach den Statuten des Augsburger Domkapitels, welchesnur Adeliche als Domherren (oanonisi) ausnahm, der Pfarrer zuStraubing ein Mitglied dieses Kapitels sein mußte, so erhobensich nach der Ernennung des obgenannten Johannes GmainerZweifel in Augsburg darüber, ob er auch mit Nachweisung vonvier Ahnen (väterlicher und mütterlicher Seits) zum alten stifts-mäßigen Adel zähle, oder nicht. Diesen Beweis muß Johan-nes Gmainer geführt haben, denn derselbe wird von allenSchriftstellern über Straubing als Stadtpfarrer daselbst und zu-gleich als eanonisus in Augsburg aufgeführt^); derselbe verstarbim Jahre 1482. In der Stadtpfarrkirche zu Straubing findetman an der ersten Seite der Sacristei dessen aus braunrothemMarmor gefertigtes, über neun Schuh hohes Gräbmonument,welches einen in der Verwesung begriffenen Leichnam vorstellt,mit der Umschrift:

24) Siehe Abschnitt II. Ziffer 25. 26.

25) Vergl. L.närsns Ns^sr, tbesnurns novus fnrig oodssinstioi,8eu oaclsx sts-tutorum oool ?oin. III. p. 461. Sieg hart a. a. O.Thl. II. Beil. zu H. 278. S. 272. Topographisch statistisches Lexicon vonBayern Thl. III. S. 416.