Druckschrift 
Denkschrift den freiherrlichen Geburts-Stand der Edlen Herren von Gmainer zum und auf dem Schönstein betreffend :
(mit Beil. A - V)
Entstehung
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Um für die rechtliche Beurtheilung dieser Frage eine that-sächliche Grundlage zu gewinnen, ist es nöthig, aus der familien-geschichtlichen Darstellung und deren urkundlichen Beilagen, welcheder Herr Oberstlieutenant Franz von Gmainer seiner aller-unterthänigsten Eingabe an Se. M. den König Maximilian II.von Bayern vom 23. November 1851 als Beilagen beigefügthatte, die wesentlichsten Momente übersichtlich zusammengestellt,und theilweise kritisch beleuchtet voranzuschicken.

Was die Darstellung der Familiengeschichte des Geschlechtesvon Gmainer" sehr erschwert, ist der für diese Familie sehrbeklagenswerthe Umstand, daß in den Kriegszeiten des vorigenJahrhunderts sämmtliche archivalische Urkunden dieses alten Adels-geschlechtes durch dreifachen zu Bernau in der Oberpfalz erlittenenBrand ein Raub der Flammen geworden sind ein Unglück,welches während der vielen Kriege mit Böhmen in den vorigenJahrhunderten fast sämmtliche adelige Familien in der OberenPfalz in gleicher Weise betroffen hat. Eben so hat die Familievon Gmainer zu beklagen, daß bet der großen Feuersbrunst inder Stadt Straubing im Jahre 1780, woselbst sie vom XIII. Jahr-hundert an mehrere Jahrhunderte hindurch ihren Wohnsitz gehabthatte, notorisch viele städtische und pfarramtliche Akten und Ur-kunden zu Grunde gegangen sind, welche bei der engen Verbin-dung, in welcher die Gmainer mit dieser Stadt im Mittelaltergestanden hatten, manches Licht über ihre Familie hätte verbreitenkönnen. Nichts desto weniger fehlt es aber doch nicht an urkund-lichen Beweisen, welche die Angehörigkeit der Familie von Gmai-ner zum höheren bayerischen Adel oder Herrenstande von denältesten Zeiten an mit Sicherheit erkennen lassen.

Als der Ausgangspunkt oder die Wiege des Geschlechts dervon Gmainer erscheint die Burg oder der Burgstall oder dasHausder Stein" oderSchönstein" bei Straubing H. Daherstammt der Name des Geschlechtesäs Status 2), äs Uaxtcks^),

1) Siehe Abschnitt II. Ziff. 2b. 33.

2) Urk. a. 88t); siehe den Abschnitt II. Ml Eingang.

3) Abschnitt II. Ziff. 1. 2. 3. 4. 9. u. folg. 21. 23.