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2 (1868)
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ist. Da Bacli nur höchst selten seinem eigenen Geschmackfolgte, da gleichsam immer ein Anderer schrieb als erselbst, so haben nur wenige seiner Stücke Ichlieit undOriginalität. Er selbst war deshalb mit seinen Stückennie zufrieden, und wenn er lange auf dem Flügel gespielthatte, so pflegte er immer mit einer tiefsinnigen Phantasiezu schliesson, und am Ende zu sagen: So würde Bachspielen, wenn er dürfte 1 )!"

Dies eineWort bezeichnet seine Stellung zur Kunst nichtminder wie das Andere, das er, als ihm einst einer seinerFreunde über sein leichtsinniges Leben und ComponirenVorwürfe machte und ihm das Beispiel seines Bruders und

i) Forkel hatte irgendwo gesagt, dass Christian Bach einVolks-Componist gewesen sei.

Hierauf fragt Zelter in seinen nachgelassenen Notizen:Was istein Volks-Componist?

Dieser Bach war ein ehrlicher Deutscher, der in England italie-nische Opern geschrieben hat, und das soll ein Volks-Componist seyn?Denn wenn er's nicht noch ist, so ist er es auch zu seiner Zeit nichtgewesen.

Wer ist denn das Volk, dessen Componist Bach war? Dochnicht die Damen und Herren, die seine italienische Arie nach-seufzten?

Se cerca se dicePArnica dov'e?l'Amica infeliceltispondi: mori!

Ah si gran duoloNon darlc per meltispondi, ma soloPiangendo, parti!

Dies ist eine von den Arien, welche gern gesungen wurden, weilman sie schön fand, aber noch einmal: Wer ist das Volk?

Was Hr. Forkel hier aber sagen zu wollen scheint, ist: derLondoner Bach sei ein gemeiner Componist für den Pöbel, und etwadeswegen allgemein beliebt gewesen. Doch ist er deswegen eben sowenig ein Volks-Componist, als das Volk von ihm (Hrn. Forkel aus-genommen) weiss. Er verzeihe es aber, wenn wir hiemit bemerken,dass ein Volks-Componist ein grosses und edles Genie sein kann,wie das Volk selbst in seiner wahren Bedeutung nichts anderes ist."