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2 (1868)
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Er dürfte kaum je eine andere Stelle inne gehabt ha-ben als die eines Concertmeisters am Hofe des GrafenWilhelm von Schaumburg-Lippe, in dessen Dienstener bis zu seinem am 20. Januar 1795 erfolgten Tode ver-blieben ist.

Vor ihm war in Btickeburg ein Concertmeister Co-lon na mit 000 Rthlr. angestellt gewesen, der nebst demmit 480 Rthlr. salarirten Compositeur Serini am 14. April1750 entlassen worden war. Müthmasslich ist der damals24jährige Johann Christoph Friedrich unmittelbar inderen Stelle getreten.

Die Genealogie der Bach'sehen Familie weiss vonihm nichts zu sagen, als dn.ss er eine musikalische Frauund Kinder gehabt habe, die musikalisch gewesen seien.Von seiner Frau weiss man, dass sie eine vorzüglicheSängerin war. Er selbst war ein ileissiger, frommer Mann,der ausser vielen Instrumentalsachen besonders auch Ora-torien und Passionsmusiken componirt haben soll 1 ), vondenen aber nichts zurückgeblieben ist.

Sein Gehalt soll 1000 Rthlr. betragen haben, was fürjene Zeit sehr viel gewesen sein würde. Man darf an-nehmen, dass Bach nur das Gehalt Colonna's von000 Rthlrn. bezogen habe, dem später noch einige Zu-lagen hinzugetreten sind (siehe die amtlichen SchriftenAnhang II.). Mit diesem Gehalte, dem Ertrage seinesUnterrichts und dem Erlöse seiner Compositioncn lebteer am Hofe des ausgezeichneten und geistvollen Herrn,dem er diente, hochgeehrt und voll Zufriedenheit. Wohlkonnte seine Lebensstellung einem einfachen Sinne ge-nügen, zumal wenn sie durch den Trieb zu treuerund gewissenhafter Pflichterfüllung und durch aufrich-tige Hingabe an die Kunst getragen wurde. Dennjenes reizende Fleckchen deutschen Landes, mit seinendunklen laubumkränzten Waldgebirgen und seinen lachen-

0 Hilgenfeld, Scb. Bach. S. 13.