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2 (1868)
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Aus seinem im Anhange abgedruckten Briefe anWestphal in Schwerin vom 20. November 1788 ersiehtman, dass er in diesem seinem letzten Lebensjahre sehrleidend gewesen ist. Seine alte Krankheit, das Podagra,hatte ihm stark zugesetzt. Sein Leben erlosch natur-gemäss und naturnothwendig durch das hohe Alter, daser erreicht hatte, in Folge einer Brustkrankheit.

Am IG. December 1788 wurde das Publikum vonHamburg durch folgende Bekanntmachung von dem Hin-scheiden des greisen Meisters in Kenntniss gesetzt l ):

Hamburg, den 15. Dezember.

Gestern hat unser Publikum einen sehr merkwürdigenund berühmten Mann verloren. Es starb Abends 10 Uhr,Herr Carl Philipp Emanucl Bach, Kapellmeister undseit dem 3. November 1767 hiesiger Musik-Director, im75. Jahre seines Alters. Er war einer der grössten theo-retischen und practischen Tonkünstler, der Schöpfer derwahren Art das Ciavier zu spielen, der einsichtsvollsteKenner der Regeln der Harmonie oder des reinen Satzes;der genaueste Beobachter derselben, und ein Ciavierspieler,der seines Gleichen in seiner Art wohl nie gehabt hat.Seine Compositionen sind Meisterstücke und werden vor-trefflich bleiben, wenn der Wust von modernem Klingklanglängst vergessen sein wird. Die Tonkunst verliert an ihmeine ihrer grössten Zierden, und der Name eines CarlPhilipp Emanuel wird ihr auf immer heilig sein. ImUmgange war er ein aufgeweckter munterer Mann vollWitz und Laune, heiter und fröhlich in der Gesellschaftseiner Freunde, in deren Klagen über seinen Verlust sichauch die Thränen des Verfassers dieses Aufsatzes mischen,der das Glück hatte, mit der zärtlichsten Freundschaft desWohlseligen beehrt zu werden,"

i) Hamburger Unparth. Corresp. 1788. No. 201. Vermuthlicb ausCramer's Feder. Wörtlich dieselbe Bekanntmachung iindet sichS. 3 der Mus. Iteal-Zeitung. (Speyer) 1789.