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2 (1868)
Seite
56
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öffnet euch/*' ein, in der man Bach auch in dieser Ge-sangsform endlich auf der Höhe findet, die seiner würdig ist.Ohne hervortretenden Mittelsatz ist sie ein Meisterstückfür den Arienstyl im Oratorio. Es ist der Triumph desKönigs, der von den Engeln getragen in sein himmlischesReich einzieht. Grösse Pracht, Kraft und kühne Charakte-ristik treten in jeder Zeile der Partitur hervor, Dass dieVioline den Jubel der Seele in der Begleitung lebhaft aus-drückt ist selbstverständlich. So erhebt sich EmanuelBach mit dieser Nummer, dem Schlüsse seines Werks ent-gegeneilend, zu einer in der Arienform bei ihm seltenenEnergie und führt uns zu dem grossen Schlusschor No. 20(Allegro, Es-dur %)Gott fähret auf" über, den man fasteinen symphonischen Ohorgesang nennen könnte. Denndie Partitur desselben, 67 Seiten füllend, enthält nichtweniger als 91 Takte an Einleitungs- und Zwischenspielendes Orchesters, von denen das 18 Takte lange Vorspieldie Motive des sich öfter wiederholenden ersten Satzesdarstellt. Der Bau dieses Chors erscheint auf den erstenAnblick in hohem Grade complicirt. Er zerfällt in nichtweniger als 7 einzelne Sätze.

Der erste derselbenGott fähret auf mit Jauchzen,Und der Herr mit heller Posaune," in dem rhythmisch-homophonen Styl, den Emanuel Bach in seinen kirchlichenGesangswerken so gern anzuwenden liebte,

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MS 1

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Gott fäh - ret auf mit Jauch