gien und Figuren der Violinen wie ein Kranz von Blumenum eine von Gold und edlen Steinen schimmernde Rüstung.
Sehr schön tritt im zweiten Abschnitt dem unisonogesetzten Ausruf des Chors „Mit lautem Jubel" dievierstimmig in contrapunktischer Bewegung gehalteneWiederholung dieser Worte entgegen, welche wieder indas Unisono zurückführt.
In dem folgenden Recitativ No. 6 beginnt der er-zählende Gesang ohne Begleitung. Bei den Worten desEngels „Entsetzt euch nicht" tritt das Quartett, dieRede in langgehaltenen Accorden begleitend, diese wie miteinem milden Lichte umgebend hinzu und hält bis zumSchlüsse an. Bei der Stelle „Dass ihr ihn klaget"unterbricht eine kurze Figur der Violinen im leisestenPianissimo die gehaltnen Töne.
Unzweifelhaft ist Em. Bach in diesem Stücke, so wiebei einem Theile der später folgenden Recitative derschönen Idee seines Vaters gefolgt, vermöge deren dieserdie Reden des Herrn in der Matthäus - Passion durch dieBegleitung des Quartetts so herrlich individualisirt hat.
An dies Recitativ scliliesst sich die Sopran-Arie N o. T(in G-moll Adagio mit Quartett-Begleitung). DieMusik derselben stellt in dem ersten Satze einen rührendenKlagegesang dar. Der zweite Satz (Allegro %) „HeilDir, Du steigst vom Grab herauf" tritt als jubelnderGesang stark colorirt zu jenem in einen scharfen Gegen-satz. Die Violinen, in reichen Figuren in concertirenderWeise begleitend, drücken in der Em. Bach eigenthüm-lichen Weise die Freude aus, welche die Seele über dieAuferstehung des Herrn empfindet.
Das folgende Recitativ für Bass „Wer ist die Si-onitin?" No. 8 beginnt wie das vorhergehende ohneAccompagnement. Aber auch hier tritt, wie der Dichterzu den Worten Jesu „O Tochter, warum weinestDu?" übergeht, das Streich-Quartett ein, diese in lang-gedehnten Accordfolgen begleitend, hört mit dem Fort-