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grossartiger Zug durweht das ganze Stück. Die Decla-mation der Worte ist von wirkungsvoller Kraft. Inwechselnden Figuren und Formen stürmt und flammt dasAccompagnement mit der Gesangsstimme dahin, bis eszum leisesten Piano verhallend mit der letzten Figurin den beiden Violinen erstirbt. Hie und da, z. ß. beiden Worten „Flieht, ihr Brüder", wird eine Neigungzu malerischer Darstellung bemerkbar, Ueberraschend istdie Figur der Bässe zu den Worten „Und rollt desvorgeworfenen Steines Last hinweg":
wenn man dieselbe dem Rollen des Steins in dem Duettdes zweiten Acts im Fidelio gegenüberstellt.
No. 4 Arie für ßass (Allegro, C-moll 4 / 4 , Streich-Quartett, 2 Horner) ist in dem Em. Bach sehr geläufigenalten Styl gesetzt, aber voll Kühnheit und Feuer. DieViolinen bewegen sich in lebhaften Figuren. Der Gesang,sehr colorirt, erfordert einen Sänger von grossen Stimm-mitteln und von vollendeter technischer Ausbildung. DerMittelsatz (Adagio %, in B-moll beginnend), „Rang Jesusnicht", ist von weicher Innigkeit, der Ausdruck derFragen in demselben bewunderungswerth.
Von wohlthuender Wirkung ist der folgende ChorNo. 5 (Es-dur %, 8 Trompeten, Pauken, 2 Hörner, Oboen,Streich - Quartett) ein laut austobender Triumphgesang, dendie Engel dem erstandenen Christus jubelnd entgegen-singen; der Chor selbst ist homophon. Durch die glän-zenden Tonmassen des Orchesters schlingen sich die Idarpeg-
Bitter, Emanuel und Friedemann Bach. II. 4