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langgezogenen Tonwellen, die Violinen in reich figurirtenGängen auftreten, gehoben. Bei den Worten „DieFrechen heben" schweigen die Bläser und die Saiten-Instrumente gehen in kurz abgerissenen Ys Noten nebendem Gesänge her. Das Ganze ist ein Musikstück vollvon Pracht und Glanz, auf unmittelbar zündende Wirkung-berechnet. Es ist der Richter, der in seiner Majestät daher-schreitet, zu richten die ihn erwürgt haben, und die nun zit-ternd seines Spruches warten. Ihnen gegenüber harrenzuversichtsvoll die Gerechten der göttlichen Gnade. Diesspricht sich in dem Solo für Bass No. 23 aus: „Wiefroh wird mir der Anblick sein"'. Die Blase-Instru-mente verstummen, die Orgel nimmt den Bass in lang-gehaltenen Tönen auf, zwei Bassons, denen später dasStreich-Quartett mit Sordinen hinzutritt, begleiten den Ge-sang, der in dunkler Färbung das ziemlich weit ausge-führte Arioso ausfüllt.
Ein kurzes Secco Recitativ leitet zu dem Choral No. 24,A-moll V 4 , über, der in dem bangen Rufe nach dem Er-barmen Gottes den Opfer-Tod des Erlösers in ernsterWeise beklagt. In dem litaneiartig geformten Gesängeoffenbart sich des Meisters wunderbare Combinationsgabefür edle harmonische Wirkungen.
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