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Instrumentalglaiiz (3 Trompeten, Pauken, 2 Hörner, 2 Flö-ten, 2 Oboen und Quartett) das Motiv des ersten Satzes inden prachtvollen Rhythmen eines vierstimmigen Lobge-sanges wieder auf, bis er am Schluss leise verhallend indas Solo der zweiten Israelitin (in G-moll): „Der Herrist mein Vertrauen," überleitet, das mit den Flötenconeertirend, ohne liass und Accompagnement einen hellenstrahlenden Charakter zeigt.
Wenn dieser prächtige Ensemblesatz den Eingang zueiner in dramatischer Steigerung sich aufbauenden Hand-lung bildete, so würde man ihn ohne Zweifel sehr schönund völlig an seinem Platze finden müssen. Aber an einesolche Handlung ist nicht mehr zu denken. Es folgenvielmehr zunächst wiederum mehrere zum Theil völligfarblose Arien, und zwar
No. II. der ersten Israelitin (B-dur, 3 /, t Andantino,Quartett), welche etwas lang, ziemlich figurirt, dabei abermelodisch und dankbar ist: „Vor des Mittags heissenStrahlen". Eine Kritik vom Jahre 1775') sagt von ihr:„Graun und Hasse haben nie schöner gesungen." Wenndiese Annahme billig dahingestellt bleiben kann, so mussdoch anerkannt werden, dass diese Arie rveitab die schönstedes vorliegenden Oratoriums ist.
No. 15. Accompagnirtes Eecitativ des Moses: „0Freunde, Kinder, mein Gebet," (F-moll, 4 / 4 Adagio,Quartett) mit dem verfehlten Hinweis auf die ZukunftChristi ist edel aber ohne Grösse, viel zu lang; nur derSchluss bei den Worten: „das ist der Held," ist vonhöherem Charakter und von dramatischem Feuer.
No. IG. Arie der zweiten Israelitin (B-dur, 2 [ 4 , An-dante, Streich-Quartett): „0 seelig, wem der Herrgewähret," von Bach in dem Berliner Partitur-Exemplarzur Coloratur-Arie umgestaltet, bei ihrer Gleichartigkeit
i) Hamb. Unpartk. Corresp. 1775. No. 200.