Druckschrift 
2 (1857)
Entstehung
Seite
664
Einzelbild herunterladen
 

es»

17. Jahrhundert.

gewesen, vielleicht um solche zu Zeugen anzugeben, da im Berichtvon Zeugen-Abhörung gar nicht die Rede ist; nämlich;

Georg Wolfs von Nessclreden,

Caspar und Johan von Hundelshausen,

Christoffel Kcudel,

Johan Sievert und Adolf Ernst v. Hanstein,

Jörge Wulfs und Rudolfs v. Bodungen,

Christoffel von Harstall undFritz von Beuneburgk.

Auf der Rückseite befindet sich noch von einer andern Hand-schrist wahrscheinlich von Hans Fritz, nachher Senior kam.jüngerer Bruder des Getödteten:

»Meines Bruder Heiderich Sel. todtlichen Abgang uff demHülfensberg betreffend

Wer nicht hat vff dem hülffcnsperge zu schaffen Der bleibedarheim in seinen Geschafften. Ich bin so Alt wordten vndtden hülssen nie gesehn. Gott behüte vor solchen die Meinigcn

vndt Andter Christen mehr."

Die Warnung kam nun freilich viele Jahre zu spät.

Auf diesen erhaltenen Bericht des Vogts schreibt Heinricham 3l1. Jan. (9. Febr.) 1618 an den Ober-Amtsverwalter Diet-rich von Dhaun, daß aus diesem Bericht, für dessen Mitthei-lung er sich bedankt, gar nicht erscheine, wer den Schuß gethan,auch keine Inquisition vorgenommen, dies auch allein eine ganzpartheiische Erzählung der Geschichte, der kein Glauben beizumessen,er also damit um so weniger zufrieden sey, da nach gewissen Nach-richten, den Leuten bei ernstlicher Ungnade Sr. Churf. Gnadenund Vermeidung des Thurms geboten, reinen Mund zu halten,und die Wahrheit nicht zu sagen. Bittet, den Dr. Georg Schaum-bergen neben den Amtöschreibern zu committiren, die Wächter vonBartloff, welche damals gewacht, über den wahren Thäter eidlichzu eraminiren.

Heinrich ließ darauf nach einigen Wochen beim Obcramtmündlich anfragen durch Meister Georg Rastorf, worauf sichein Schreiben von Hans Helwig, wahrscheinlich Schreiber oderVerwalter Heinrichs zu Rummerode vom 25. Febr. 1618 vor-