15. Jahrhundert.
Fünfzehntes Jahrhundert.
10.
Das tramige Ende des 14. Jahrhunderts, (Haveman I. S.493. 527) das auch im nördlichen Teutschland in Vraunschweig,Lüncburg, dem Bisthum Hilveöheim w. durch blutige Fehdeü, durchEmpörungen der Städte, durch Ausstände der Innungen, durchgrausame Hinrichtungen und Morde, durch den Tod vieler ritter-lichen Edeln, durch die schreckliche Pest, der große Tod genannt,und durch den tödtlichen Uebcrfall an dem römischen König Fried-rich von Braun schweig verübt, sich ausgezeichnet hatte, —schien nun friedfertigem Jahren Platz machen zu wollen. Der un-ruhige Otto der Quade, der als nördlicher Nachbar die Ruhedes Eichsfeldes so viel gestört, hatte 1394 das Zeitliche gesegnet —der gelehrte Herman zu Hessen der südliche Nachbar, der sichin Fehden und Räubereien mehr als in den Wissenschaften gefallen,war 1413 von beiden abgerufen — und Johann II. v. Nassauhatte 1419 den Erzbischöflichcn Stuhl zu Mainz dem Conrad lll.Wildgraf v. Daun überlassen; der 11jährige Ludwig warLaudgraf zu Hessen, mit dem die v. Haustein das mit sei-nem Vater bestandene gute Einvcrständniß fortsetzten. Die ersteUrkunde von ihm, welche die v. H. oder vielmehr ihr Schloß Han-stein betrifft, ist datirt von Sonders Hausen keria Sexta postcliem 8t. vion^sü Nartzm. (14.Oct.) 1420 (Urkb. 211) und vomLandgrafen Ludwig, dem Erwerber von Ziegen Hain und Nid da,damals 18 Jahre alt, ausgestellt, der vom römisch. König Sigis-mund beauftragt war, den Herzog Otto (Haveman w. S. 078),der Einäugige, eoeles, monoeulus, Sohn Otto des Quaden,von Braunschweig, Ludwigs Schwester (Agnes) Mann, zubelehnen: «an Unsers gnädigen Herrn des Königs Statt, mit seines„Fürstenthums Regalien, Herrlichen Rechten, Gerichten, Städten,«Schlössern, Landen, Leuten w. mit Nahmen, mit den Städten«Braunschweig, Göttingen, den Burgstädten, mit Northeim,«Münden, Dranöfeld, mit den Schlössern Friedeland :c.