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16. Jahrhundert.
(I. S. 163.) Sie war mit ihrem Gatten 250 Thlr. Capital und50 Thlr. Zinsen an die Edeln Albrecht Herm an und AdamTrotten zu Lispenhausen (bei Rotcnburg in Hessen) schuldiggeworden, wofür Wolf von Volkerode, Hcis Otto vonKerstlingerode und Werner v. Hanstein als SelbstschuldnerBürge geworden. Schuldner und Bürgen hatten nicht gezahlt, dieletztern waren daher, jeder mit einem reisigen Knecht und 2 leist-baren Pferden in eine offne Herberge gegen Witzen Hausen erfor-dert, und „ihrer Adelich gelapsten-Trew und Zusage zum hefftigstcn„erinnert worden." Da hatte sich dann "die Edle und vielthugend-"same Frau Barbara, geborne von derSahla, weiland Chri-„stoffcl Hulsings (t 1567)nachgelassene Widtwe" auf fleißigesBitten und Suchen der Bürgen, zu Abwendung der großen Un-kosten und Schaden, der durch Einreituug und Leistung entstandenwäre, — entschlossen, 300 Thlr. zu 24 Fürstengr. zu 12 Pf. demHans und seiner Gattin Ortheia zu leihen, wie dann auch ge-schehen und deren Schuldbrirf vom 30. Juli 1586 (Urkb. 481)beweist. Sie versprechen darin, die landüblichen Zinsen zu ent-richten und allen Schaden, („es wäre mit Kaufen, Z chrung, Bot-tenlohn oder ande, wie es uamen haben magk") ganz und für vollzu bezahlen, „auch unser Gläubigerin schlechten worttcn, ohne Ayde,"taration und Nothrccht zu glauben." Die oben genannte Bürgenleisten auch hier Bürgschaft und geben der Gläubigerin volle Gewalt,sie in ein öffentliches Wirthshaus zu Allendorf an der Wcrrain Leistung zu nehmen, wohin sie dann 14 Tage nach der Mah-nung mit einem reisigen Knecht und 2 laistbarcn Pferde einleitenwollen. Diese Gläubigerin, Barbara von der Saal, war dieTochter Annas v. d. Saal, — die Schwester von Marga-rethe der zweiten Ehefrau Landgraf Philipps zu Hessen, unddie Wittwe des landgräflichen Kammerdieners Hülsing, wohntezu Ludwigstein oder in der Nachbarschaft des Hansteins undhatte 2 Söhne. (Nommels Gesch. v. Hess. Th. 4 S. 230 Amn.S. 217. - Ders. Philipps Th. 1. S. 100.436. TH.2. S. 417.1Diesen Christoph Hülsing, aus Lüneburg, hatte LandgrafPhilipp am 23. Febr. 1545 mit Schloß und Amt Ludwig steinals Mannlehen bcliehen, und erst nach Ausstellung des Lehnbriefö