33i 16. Jahrhundert.
„die Friedfertigen, wollte ich nichts liebcrs, daß auch meine liebe«Kinder mit Jcdcrman und sonderlich unter Sich selbst, die Zeit«ihrer Wolfahrt hier auf Erden, friedlich und einig lebten."
Er setzt daher seine Söhne zu rechten Erben aller Güter,Lehen, baar w. ein. Sie sollen aber seiner lieben Hausfrau „die„in aller seiner Armuth und Anliegen eine getreue Mittragen»„gewesen, ihre Leibzucht halten" und solche eher verbessern alsvermindern, seine Schulden bezahlen rc.
Seine Kinder hätten 2 Mütter gehabt, wovon die erste1500 Golvguldcn, die andere 500 Goldgulden als Ehcsteucr ein-gebracht, wovon die beiden Töchter Margarethe und Ilsebei ihrer Vcrheirathung Aussteuer und Ehcgeld erhalten. ZuErhaltung des Friedens und «des brüderlichen Willens" soll seinältester Sohn Caspar 400 Goldguldcn aus dem Mütterlichenvoraus haben, von dem Uebrigcn alle Kinder gleiche Erben seyn,als wären sie von einer Mutter geboren.
Was sein Vater an Baarschaft hinterlassen, das sollen sienicht theilen, es sey dann in liegenden Gütern angelegt oder aufErbzins ausgethan, „damit sie des lieben alten Mannes, seines«Vaters Gutherzigkeit, Treue und Liebe gegen seine Kinder und„Nachkommen nicht vergessen." Er befiehlt ihnen vor allen Din-gen: „Gott den Herrn zu fürchten, ihrer Mutter gehorsam zu«seyn, Gottes Diener zu ehren, über den Spital und Stiponäio,„auch allen unsern Kirchendiener und Güterhöfe und mit allen«Treue zu halten und mit dem lieben lobin, Cap. 4. v. 22 zu«sagen: Sorget nur nit meine Söhne, wir seyn wohl arm,«aber wir werden viel Gutes haben, so wir Gott werden fürch-ten die Sünde meiden und Gutes thun."
„Ich setze euch allen meinen lieben und unmündigen Kinder«den lieben Gott zu ihrem Vater und Vormund und bitte mei-eren lieben Bruder Herrn Burkharden und Wilken von„Bodenhausen den Aeltern, meinen lieben Schwager und„Gevatter, die wollen sich meines lieben Weibes annehmen und«ihm beiständig seyn, damit die Kinder gottcsfürchtig erzogen«werden, will auch nicht, daß sie eines Vormundes Eid thun,«sondern ohne das thun, was aller meiner Kinder bestes."