iS. Jahrhundert.
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„Wo wir eures rats künfftiglich bedürfen und euch deshalb ersu-„chcn würden, Jr werdet uns den jederzeit mitteilen, immaßen„wir uns zu euch versehen. Das feint wir umb euch und die„cucrn wiederumb gnediglich zu bedenken geneigt. Datum Schlcu-,/singen w.
Unterschrieben: „Boppo mit eigner Hand" (sowie die fol-gende Nachschrift):
„Wir wollen unz also von einander nicht scheiden, sonder„ob wir thausent Meilen von Einander demnachsten einer dem„andern guth thun, und möchte woll leiden, so mein Gemal zu„mir komhct Jr hettct mich nach euer Gelegenheit besuchet."
Dies Schreiben giebt ein deutliches Bild von damaligergräflicher Vornehmheit, dabei von freundlichem Geneigtseyn undzugleich von den bedrängten Umständen, in welchen die hochherzigeGräfin-Herzogin damals in Hannover lebte, denen der Graf-Ge-mahl abzuhelfen nicht geneigt war (S. 244).
Seitdem hatte Lippold mit seiner Tochter, wahrscheinlichIlse oder Margaretha, auf seinem Ansitz zum Bornhagen,ohne Zweifel dem obern sogenannten Coburgcr Hof, gewohnt, daseine erste Gattin Margaretha von Leuthorst wohl schontodt war, und er erst später seine 2tc, Gertrud von Boden-hausen heirathete, und beide Töchter später sich vermählten, na-mentlich Ilse mit Dietrich v, Oldershauscn. Wir findensein Testament vom 6. Nov. 1567 (Urkb. 435) mit der Auf-schrift: „Meines lieben Vaters Lippold von Hanstcin seel.//Testament", von ihm unterschrieben mit dem Zusatz: „eigner„Hand."
Es heißt darin: „Erstlich und vor allen Dingen, will ich„meine arme Seele, mein liebes Weib und Kinder, Unterthanen„und alle die Meinen in den gnädigen Schutz und Schirm des„lieben Gottes befehlen, der wolle uns um seines lieben auser-„wählten Knechts des Gewächs Davids, den man nennet Herr„unserer Gerechtigkeit, unser Sünden verzeihen, seinen lieben„heiligen Geist geben, daß wir hier mögen seinen Willen thun//und nach diesem zeitlichen Leben ihme dienen in Ewigkeit. Amen.
„Dieweil uns nun der liebe Gott befohlen, und seclig heist