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2 (1857)
Entstehung
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t6. Jahrhundert.

antwortete in seinem und des Obersten Namen: als sie den Pro-viant holen lassen, sey es freilich ihre Absicht gewesen, ihn nachbilligem Anschlag zu bezahlen. Weil aber der junge Herr Landgrafsich vor Frankfurt gelagert hätte, und ihr Feind geworden sey,könnten sie hierin ohne höhern Befehl nicht weiter handeln; es seyauch aller Vorrath aufgegangen und verthan. Im Februar 1553mahnte der Amtmann von neuem. Im März war der StadtschreiberUrban an den Obersten v, H. und Commissarius von Hallergesandt, sie um ein Vorwort bei dem Kaiser zu ersuchen. DemConrad von Hanstein hatte der unglückliche Fcldzug gegenFrankreich in der Blüthe seiner Jahre Kraft und Gesundheit geraubt.So hart er aber auch zu Mainz an der Abzehrung darnieder lag,doch glühte noch ungeschwächt sein Groll gegen von Haller, mitdem er zu Frankfurt zweispältig geworden. Nachdem Urbandes Raths Beglaubigung übergeben, drückte der Ritter ihm dieHand, „er sähe gern" — versichert er — „daß diese Sache zur„Sprache käme, weil sich nun einmal finden würde, daß Untreue„ihren eignen Herrn schlage." Darnach, „erzählt der Stadtschreiber,„warf er sehr böse Karten aus, welche ich Ew. w. zu meiner Heim-kunft berichten soll," gegen den Hall er mit Anzeig: „wie er,„Haller, seineu eignen Nutzen gesucht und noch suche: soviel aber„mein Werben, sollt ich seinem guten Freund, dem Rath, anzeigen:„Er hätte ohnlängst der kaiserl. Majt. auf Ihr Erfordern allerlei„Punkte und Sachen der Länge nach geschrieben, unter welchen„Punkten dieser auch einer sey. Was noch Vorrath vorhanden an„Korn, Wein oder Geld daraus erlöset, das sollt ein Frankfurter„Rath zusammen halten und dessen niemand nichts folgen lassen,„es wäre an dem Haller oder wer sonst es wollt, bis aufweitern„Kaiserl. Majst. Bescheid. Er wollt noch andere Rechnung mit ihm„halten, denn er hätt' nichts dann den Haber für seine Reiter und„4 Faß Wein von allem, was in die Stadt geführt worden, be-kommen. Er wollt auch an den Landgrafen schreiben, die Sache„zu vermitteln, denn, wo er diesem übel gewollt, hätte er diesem„die obere Grafschaft wohl gar verderben mögen. Endlich hat er„sich zum höchsten entschuldigt, daß er die Sachen nit anders denn„treulich und gut mit E. E. Rath der Stadt gemeint, oder sollt