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2 (1857)
Entstehung
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16. Jahrhundert.

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bereits den Auftrag ertheilt habe, ihn und sein Stift gegen dieAufrührer mit seinen Waffen in Schutz zu nehmen. (Voigt w.S> 329.) Von Metz aus, wo ein Vertrag mit dem Markgrafenzu Stande kam, widerrief dies der Kaiser am 10. Nov. 1552 undbefahl den Vertrag mit den Bischöffen von Würzburg undBamberg genau zu halten — was er aber auch in 1553 vonBrüssel wieder kassirte — wohl unstreitig das gröste Merkmalvon Schwäche der kaiserlichen Macht.

Von Frankfurt war dann ein kaiserliches Geschwader mit5 Fähnlein auf Mainz gezogen (Kirchner S. 204) und am 17.Sept. folgte der Oberst Conrad mit den übrigen Reisigen und8 Fähnlein Knechte, um sich in Straß bürg an das große Heerdes Kaisers anzuschließen, das nach Lothringen zog, Metz zu er-obern. Der Rath mußte, wie gewöhnlich, mit Darleihung desSoldes den Abzug erkaufen. Von 40,000 Goldgulden, welche derOberst zum Abschied begehrte, fiel er auf 15,000. Vor dem Abzugschenkt der Rath dem Obersten einen vergoldeten Pokal mit 500Goldgulden, dem Haller ein ähnliches Gefäß mit 200 Sonnen-kronen, dem von der Ee ein gleiches.

Lersncr setzt noch hinzu, daß die Belagerung auf dama-lige poetische Art in Lieder verfaßt scp, wie folgendes:

Im Ton von der Schlacht vor Pavia.

Kaiser Carlen hielt die Stadt in HuthVersammelt da ein Haufen gutVon Reutern und Landesknechten,

Die waren stets ganz wohlgemuthMit ihm ums Blut zu fechten.

Herr Conrad v. Han st ein, ein Edeler Held,Dem war die Stadt anheimgestellt,

Zu frommen trewen Handen,

Der hielt sich wohl, trum wird er bilchGepreist in allen Landen.

Der Ober-Amtmann in Darmstadt verlangte nun schadlosgehalten zu werden für das Getraide, Wein und Vieh, das er demObersten v. H., kurz vor Ansang der Belagerung, geliefert hatte.Der Commissarius Hall er, den der Rath um Vermittlung ersuchte,