16. Jahrhundert.
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Mannlehn inne gehabt, an die v. H. zurück, welche dann die Pfar-rer, Kanonici und Beneficiaten des Capitels der Lieb-Fraucn-Kirchezu Hofgeismar zu Mannlehn damit belehnten. Dies ergiebt sichzunächst aus einer Urkunde vom Tage NMei npostoli (21. Sept.)1517 (Urkb. 322), in welcher sich die genannten Capitelherrn vordem Statthalter Krafft von Boden Hausen und den Räthenzu Cassel gegen Hans Herdes und Consorten zu Hofgeismarvertheidigen, die sie beschuldigt hatten, daß das Chorherrn-Stiftgegen Recht und Billigkeit, sich von den Jungherrn v. H. mit 2Morgen Land aus dem Mühlenfelde habe belehnen lassen. DieChorherrn behaupten, daß diese Aecker schon von Otto oder Jo-hannes des Aeltern von Cassel^) durch Versatz in andereHände gekommen, und zur Zeit Johannes des Jüngern vonCassel sie bereits von den v. H. damit wären belichen worden.Dies Lchnverhältniß wird durch einen noch vorhandenen Lehnbriefvon Freitag nach Unrtini episo. (12. Nov.) 1518 (Urkb. 323)bestätigt. Heinrich v. H. (Tafel3), Curts Sohn, „als ein El-,,bester, von meiner und Aller v. H. wegen" belehnt zu rechtemMannlehn »die wirdigen und Achtparen Herren vom Capittell alße»Pferner, Canonike vnd Beneficiaten vnnser lieben Frawen Kirchen»der Oldenstadt zu Hof-Geißmar vnd alle Iren nachkommen jungen«Herren von dem Capittell zu Behuf Jrer gemeinen presenticn vnd«vfdas der gottesdienst bey Inen vermehrt möge mcr-»den mit diesen nochgeschriebenn gutem." Diese Güter werdennun, einige 30 Morgen, einzeln nach ihren Anliegern genannt,worunter bekannte Namen vorkommen, wie die von NatlinKn,welche Burgmänner zu Trendelburg waren, und gegen 1500 aus-starben; — dann Bert hold von den Hußen (Hausen, einHof bei Niedermeisser, nach welchem sich eine nun auch aus-gestorbene Ritterfamilie nannte, die in Mainzischen Diensten oft vor-kommt). Endlich wird noch ein Grundstück genannt „gelegen vordem„Mollen (Mühlen) thor bei Houen der 8eclitlin." Dies deutet aufdie noch blühende Familie von Bcrlepsch (Berlevcssen), die ge-
*) Eine Patrizier-Familie, welche seit 1456 im Besitz der ersten städtischenAemter in Hofgeismar war, »nd damals ansstarb.