15. Jahrhundert.
173
Besetzung, Bau- und Unterhaltungskosten der Burg enthält, aberhalb errathen werden muß. Sie enthält am Ende die Jahrs-zahl ^nno Nilasimo guncki-inKentosimo, aber das folgende fehlt,und das letzte Wort: storum, was auf in cl!«z omniUm sanotoruin(l. Nov.) schließen läßt. (Urkb. 303.) Es ist gleich anfangs darinvon Lchngütcrn die Rede, wovon Martin den vierten Theil an-spricht; dann von Besetzung der Burg, und wenn wegen Wartungeines andern Schlosses, ein anderer dazu gckieset (gewählt) werdenmüsse; der Ankauf von Geschoß und Spießen, sowie von Früchtenzu Versorgung der Burg soll geschehen; über Aufführung vonGebäuden, Bildung von Kammern (Magazinen) und Kassen, wo-rin das Geld unter Verschluß zu legen, wird angeordnet, und daßalle v. H. daran Anth'eil und für das Beste der Burg thun sollen;sowie auch von zu wählenden Schiedsrichtern und daß nichts ver-schwendet oder verwahrloset werde die Rede ist, auch nichts ,,abe"zu nehmen; es sollen Arbcitslcute, Steinmetzen, Zimmerleute 'ge-braucht werden, aber nicht mehr als vier, wenn nicht „eintrechtlich"ein mchrcrcs beschlossen werde; Wernher soll die Hälfte —Berld,Burghard, Lippold, Ditmar und Heinrich (Martins Nef-fen) ein Viertel (der Kosten) tragen; endlich werden Schenkzinse,Trinksteuer und Abgaben festgesetzt, welche »von den Tabernern"vnd Schenckin in deme Rympach adir uff deme Hus zu Han-»steyn" erhoben werden sollen, für eine »halwin fudir Birs"
6 Schillinge, wenn sie „Wpn" schenkten von „cyme"
»ettwclche Bcckir in deme Rympach adir uff deme Hus" . . . . .von jedem Malier „Gekorntzis" ein Schilling — wenn einer feilhätte daselbst »eyme Guide»; außer den Bäckern ist auch von den"Knochenhowere" (Metzgern) die Rede; was davon eingeht, sollendie ,/gckorne" die beauftragte ein- und aufnehmen und es damithalten, wie mit dem Gelde, das von dem Lehngute eingeht; wenneiner v. H. zugeht, so soll derselbe geloben und schwören, diesenBrief zu halten in aller maße; endlich haben die oben genanntensämmtlich und jeder besonders gelobet und Eid "liplich" zu denHeiligen geschworen, auf diesen Brief. Von den 7 Siegeln, diedaran gehangen, sind die 2 erstem von Werner und Martin,mit abgerissen, die 5 übrigen sind vollständig und wohl erhalten.