Druckschrift 
2 (1857)
Entstehung
Seite
166
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15. Jahrhundert.

Zehnten zu Kalteneber (Urkb. 269) und Fruchtzinsen zuBir-kcnseld) Urkb. 270) zu billigem Preise verkaufte und dem StiftReinhausen Wüstungen und Früchte verpfändete und jährlichenZins überließ, (Urkb. 278. 279). Landgraf Herman warihm gegen Hans vonDörnberg gewogen (Urkb. 27k) undLand gras Heinrich nahm ihn mit seinen Söhnen zu Mannenauf (Urkb. 272. 273); so wie Graf Heinrich von Schwarz-burg ihn und seinen Bruder Hans 1476 mit 9 Mark jährli-chen Zinses belehnte. (Urkb. 276).

Wir müssen noch für Ritter Werner nachholen, daß ermit seinem Vater und Bruder 1455 den ersten Lchnbrief vomAbt Reinhard von Fulda, über das Dorf Lindenwerde er-hielt, das sein Großvater gleiches Namens, der im Kirchenbanngestorbene Werner, 1376 von Wilhelm vonDörnberg ge-kauft hatte, wie bereits oben (I. S. 148) erzählt worden. Mitder benachbarten Familie von Linsingen zu Birkefeld warWerner und sein Bruder Hans verschwägert und befreundet.Nach einer noch vorhandenen Quittung bekennt Friedrich vonLinsingen abschläglich auf 2 Schuldverschreibungen, wovoneine seinen Bruder Hans betraf, von seinem lieben Gevatterdem Herrn Wernher v. H., Ritter, 188 fl. empfangen zu ha-ben. In der Urkunde von Dornstag Margarethe Virginis(13. Juli) 1476 (Urkb. 277) sind als Bürgen der edle HerrGottschalk Herr zu Plesse, Hr. Dieterich von Hopf-garten Ritter, Heise von Kerstlingerode, Heinrich vonBedungen genannt, die »zu sampt andern Burgen" im Haupt-brief verhaftet seyen.

Noch ist hier einer Urkunde von Sontag Trinitatis (17.Juni) 1481 (Urkb. 281) zu erwähnen. Heynne Hinkelbeynnewar »umb etliche ubcrtrcdunge vom Ritter Werner gefangen»und griffen" worden. Durch »gudtliche ersuchunge und flissige»Rete von myn Fremden" war es geschehen, daß der Ritter denGefangenen vor sich kommen lassen, seine Vertheidigung gehört,und ihn entlassen hatte. Vorher aber hat er die gewöhnlicheUrphehdc durch »gestabctcn Eid mit leiblichen ufgerakctcn Fingern zu,/Gode vnd sinne Heiligen" geschworen,nimmermehr oder nie-