Druckschrift 
2 (1857)
Entstehung
Seite
140
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IS. Jahrhundert.

Spenden an Kirchen und Klöster.

Die frühern Verleihungen an Kirchen und Klöster, die denfrommen Sinn der frühern Jahrhunderte bethätigten, setzten sichauch im 15. fort. Des schon 1241 (Urkb. 19) vom ViccdomHeinrich geschehenen Ankaufs der Güter in GMedcn, der halbenHufe in Udra und der Altenburg und der damit geschehenenStiftung einer eigenen Vicarie daselbst, ist schon oben (I. S. 314)gemeldet) sxwie daß 1417 auch das halbe Vorwerk in Ren gel-rode (Urkb. 298) dazu kam, das sich noch bei dieser Pfarrei be-findet, die daher auch bis auf die jetzige Zeit ein Patronat undPfarrlehen der evangelischen Familie v. H. geblieben ist.

In dieser Zeit war Burkhard v. H., Ditmars Sohn,(Taf. 3) Canonicus in dem Stift zu Fritzlar. Ihm verkauftenseine 3 Brüder Bertold, Lippold und Heinrich ihren Theilan den 3 Hufen Landes (S. 57), die sie zu Czuschen (Züschcn)von dem Grafen von Wald eck erkauft (Urkb. 172), für 79 Gul-den auf Wicderkauf, am St. Gcorgen-Tag (23. April) 1439(Urkb. 216), ohne Zweifel, um sie der Kirche zu Fritzlar zuzuwen-den, wie auch gleich 5 Tage nachher, wenigstens mit einem Theildieser Güter geschah. Nach einer Urkunde vom heil. Vitals-Tag(23. Apr.) 1439 (Urkb. 218) nämlich verkaufte der CanonicusBurghard dem Dechant und Capitel zu Fritzlar aus jenenGütern zu Züschcn 3 Malter zährlichen Zinses halb Roggen,halb Hafer für 79 Gulden mit Vorbehalt des Wiederkaufs. DieBcbauer dieser — nach der dortigen Benennung — Landsiedel-Güter, mit Namen Hcntzc, Hcyne und Anders werden an-gewiesen, diese Fruchtzinscn und zwar den Roggen auf »unser lieb»Frauen-Tag, als sie geboren war" also den 8. Sept., und denHafer aus St. Michälis-Tag an die Käufer nach Fritzlar in derenBehausung abzuliefern. Der Wiederkauf ist nicht geschehen, weilder Verkauf ohne Zweifel zum Vortheil der Kirche geschah. Diev. H. haben kein Eigenthum mehr im Walvcckschcn und das Eigen-thum der Kirche oder des Stifts ist 499 Jahre später, als Fritz-lar hessisch wurde, zu den hessischen Domainen übergegangen.

Nach dem blocroloFiuin des Stifts Fritzlar hcist es (S.199): v. Lurckaräus ab IIan stein Canonicus capitularis