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Das gepfändete Vieh habe zwei ganze Tage auf der Straße gestanden, während derLandreiter in der Pfarre gesessen und mit dem Pfarrer „seines Gcsauffs" ge-wartet. Endlich habe er das Vieh ohne Widerstand der Bauern fortgetrieben,und nun habe sich der Landreiter zur Pfäudung nach dem Filial Brachwitz be-geben, indeß hätten die Bauern sich der Pfändung widersetzt und gesagt, sie wolltendas thun, was die von Schlalach thäten. Darauf sei er zur Obrigkeit vonBrachwitz, dem Rathe zu Treuenbrictzen, gegangen und habe sie bei demselbenverklagt, der auch einige habe einsetzen und mit Strafe belegen lassen. Nur aufGrund der falschen Angaben des Pfarrers bei dem ConsHtorium und von diesembei dem Kurfürsten sei dessen Befehl zur weitcrn Pfändung veranlaßt worden,weshalb der Landreitcr mit einigen Bürgern von Belitz am 21. September nachBrachwitz gekommen sei und ohne es vorher ihnen und den Unterthanen anzusagen,einen Haufen Vieh von der Weide weggetrieben habe. Erst als dies geschehen,habe er den Pfändebrief vorgezeigt, der vom 2. August datirt gewesen, sodaß erüber 6 Wochen den Brief hinter sich gehalten, den er wieder mitgenommen und lautdessen er nicht befugt gewesen sei, sein (Heinrichs v. O.) Vieh zu pfänden. Als erihn darauf zur Rede gestellt, habe er gesagt, er wolle in Borck halten, dann könneer (Heinrich v. O.) sein Vieh wieder herausnehmen. Dies sei denn auch ge-schehen. Ehe er (H. v. O.) dazu gekommen, habe er etliche Leute unvernünftigniedergeschlagen und den Schulzen von Borck verwundet, daß er einen lahmenFinger behalten. Der Pfarrer stelle sich so fromm und behaupte, er habe vonder Pfändung nichts gewußt, aber das seien gröbliche Lügen. Denn warum hätteer sonst sein Vieh damals nicht auf die Weide treiben lassen und nach GutdünkenAndere gewarnt? So habe der Landreiter den Leuten 29 Haupt Rindvieh, Ochsenund Kühe, genommen und sie bis auf 7 Stück verkauft, das Vieh auch etlicheMeilen mit fortgeführt, wobei einige Kühe „gekalbt" und er die Kälber auch ver-kauft habe. Dadurch sei den Leuten großer Schade geschehen, da sie Butter undKäse hätten entbehren müssen. An alle dem trage der Pfarrer die Schuld, daer, Heinrich v. Oppen, doch mit ihm geredet, mit dem Bau bis nach der Erntesich zu gedulden, zumal den Leuten auch zur Zeit noch das Stroh zum Dachefehle. Er habe es also mit seinen Pfarrkindern nicht gut gemeint, wie er sichanstelle. Auf die weiteren unnöthigen Entschuldigungen und Erwiderungen desPfarrers sei eine Antwort nicht erforderlich. Da auch die Leute mit dem Holz-fahren begonnen und das Nöthige mit dem Zimmermann abgemacht, so wäre Allesseinerzeit fertig geworden, wenn nicht der Pfarrer in seinem Muthwillen und seinerHoffart hätte Lust gehabt, sich mit seinen Pfarrkindern und Anderen zu zanken,wie er denn auch von ihnen einen Revers verlangt, nach welchem sie dann in Ewig-keit zu keinem fernern Bau verpflichtet sein sollten. Sie stellen es nicht in Ab-rede, daß ihm Geld geboten worden, falls er die Scheune selbst hätte bauenlassen wollen, und da sie schon hätten Holz anfahren lassen, sei ihre Absicht zu