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mir „Vater
Liebesgaben darauf gelegt. Milichen hatteJung Stillings Leben" in einem eleganten Einbände ge-schenkt. Fritz Werner, der mit Rndvlf in den Ferien zumBesuch hier war, hatte einen Glückwunsch gemalt undRudolf hatte mir eine poetische Gabe dargebracht, über dieich mich sehr gefreut habe, weil er darin das sinnige Wesenseines Vaters geerbt hat, und die ich deshalb hier alsAndenken aufbewahren will:
So sind nun fünfzig volle, schwere JahreAn Deinem Haupt im Flug der Zeit verrauschet,
Ein halb Jahrhundert hat Dein Thun belauschet,
Und treibt Dich an, nur munter fortzufahren,
Denn nur wo Lcbensmuth und Willenskraft sich paaren,Da schafft der Mensch auch Tüchtiges und tauschetDafür sich Ehre ein, und unvcrrauschetWird ihn der Nachwelt Stimme würdig wahren.
So schaff auch Du zum Nutz der Nachwelt weiter!Verzcih's dem Sohn, wenn er sich früh schon übel,Zu werde» einst der edlen Dichtkunst Streiter.
Ach! gar zu oft hat ihm die Welt gctrübctDen heitern Sinn. Doch frisch nur immer weiter!
Wenn man am Ziele ist, blickt man aufs Leben heiter.
Der prächtige Herbsttag lockte uns zu einer Partienach der alten Plessc, wohin wir nnsern Weg durch dasKlosterholz nahmen, und einige Stunden dort oben in denalten Ruinen verlebten. Alles um uns her war herbstlichstille. Nur hier und da tönte noch ein klagender Ton eineszurückgebliebenen Vogels und wir sangen:
Das Laub fällt von den Bäumen,
Das zarte Sommcrlaub.
Das Leben mit seinen TräumenZerfällt in Asch und Staub n, s. w.
Und als wir am 21. October unserer guten HausmutterGeburtstag feierten, da war's nicht minder schon, und wirwanderten da nach dem Jmmelberge und besahen uns dieJägerhntte und kamen Abends fröhlich nach Hanse.
Wenn nun auch noch manchmal ein schöner Herbsttaguns einen Gang in das stille Nodethal bot, so trat doch