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2 (1893) Vom Jahre 1867-1878
Entstehung
Seite
226
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Nathnsins sich sreuen, wenn sie ihren Sohn jetzt an dieserStätte hätte reden hören, mit einem gewaltige» Zeugnissefür den Herrn. Nach der Predigt war eine Katechesemit den Anstaltskindcrn, die ein benachbarter Pastor hieltDarauf war eine kurze Pause, wobei die Anwesenden mitKuchen und Kasse erquickt wurden, und dann bewegte sichAlles nach dem Nathnsins'schen Garten, wo die Nachfeierstattfand. Da sah ich auch den noch immer rüstigen Dom-prcdigcr Lange und den beliebten Dichter Pastor JuliusStnnil ans Köstritz, die mit ihren launigen Vorträgen dasNachfest belebten. Abends war Vorvcrathnng für dieConferenz bei Jnspector Hardeland. Am 31. August Con-ferenz bis Mittag. Nachmittags machten wir eine Harz-partie, woran auch Einige Frauen der Brüder Theil nahmen.Wir bestiegen zuerst die Georgshöhe, die mit einem neuenmassiven Thurm und Gebäude versehen ist. Es ist bisdahinauf ein beschwerlicher Marsch, aber man hat auchdafür eine herrliche Aussicht, von Blankenburg mit seinemNegenstcine, bis nach Quedlinburg mit seinem alten Kaiscr-schlosse, und inmitten liegt die alte Teufclsmaucr nochunverfallen da, als ein mächtiges Gebilde der Urzeit.Bictvrshöhe und Gcorgshöhe werden von Harzreisenden vielbesucht. Jene liegt höher im Harze.

Victor blickt von seiner HöheNieder ans den Nachbar Georg;

Freund, spricht er, so lang ich stehe,

Wirst auch du bestch'n. Da horch!

Eine Stimm' aus WolkcnschaucrnDonnert durch die Tcufclsmanern:

Ewig, wie mein schaffend Wort,

Wird mein Werk sein hier und dort.

So sang 1829 Raimund Nagel, wie eine Denkschrift ineinem Zimmer der Georgshöhe sagt. Mit den BrüdernWedekind, Fricke und Hosfmann setzte ich meine Wanderungweiter fort nach dem Hexentanzplatze, während die andereReisegesellschaft noch znrückblicb. Eine entzückende Aussichtins Bvdethal, mit seinen gigantischen Felsenparticn, undnach der Blechhütte, wo seit Eröffnung der Eisenbahn eine