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2 (1893) Vom Jahre 1867-1878
Entstehung
Seite
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Hohnstedt mit ihnen zufrieden sein. Eine komische Fahrtwar das l>ber, die uns noch lange amüsirt hat. Wir hattenuns von Schellmann in Nörten einen Einspänner ge-miethet. Anfangs ging's auch einigermaßen; aber schonvor Northeim wurde der alte Gaul so müde, daß wir frohwaren, daß wir hinter Northeim aussteigen konnten, dennwenn wir sitzen geblieben wären, so wären wir wahrschein-lich gar nicht zur Prüfung gekommen. Und auf der Rück-fahrt ging's nicht besser, trotz allem Antreiben kamen wirwieder nicht vorwärts, gingen also zu Fuß bis Northeimund fuhren dann Abends mit der Bahn nach Nörten. DieKinder hatten geduldig bis Nörten ausgehakten.

Am Palmsonntage, den 10. April, hatten wir dieFreude, unser erstes Kind confirmirt zu sehen. Es sindja solche Tage vor allen dazu angethan, ergreifend aufdas Herz eines Christen einzuwirken, besonders aber istdies noch der Fall, wenn die eigenen Kinder vor demAltare Gottes stehen und sich aufs neue ihrem Herrn undHeilande für Zeit und Ewigkeit geloben. Zum Andenkendieses Tages schenkte ihr die Frau Gräfin eine Bibel.Der Pastor Duft gab seinen Konfirmanden als Denk- undLebensspruch mit Ev. Joh. 15, 57. Vorläufig sollteMinchcn noch bei uns bleiben, um in Nörten erst etwasNähen zu lernen.

Da mir für den mitconfirmirtcn Knaben eine Lehr-lingsstelle bei einem Schneidermeister in Hannover ange-boten wurde, und wir dieselbe für passend fanden, so wurdemir bei Unterbringung des Knaben die Gelegenheit, aucheinmal die Hauptstadt des ehemaligen Königreichs zu sehe».Wir reisten mit dem Morgenzuge von hier ab, bei herr-lichein, warmen Wetter. Die Bahn geht durch das Leine-thal, voil beiden Seiten zuweilen kleine Bergzüge, besondersbei Alfeld, wo die Gegend wirklich romantisch ist. Nichtweit davon befindet sich auch die Marienbnrg, historischmerkwürdig durch den Aufenthalt der Königin Marie vonHannover, die hier eine Zeit lang wohnte, als PreußenHannover schon in Besitz genommen hatte. Gegen Mittag

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