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2 (1893) Vom Jahre 1867-1878
Entstehung
Seite
212
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ein Dienstmädchen doch nicht ersetzen; wir fühlten die Leeremit dem Schwager und Bruder. Miuchcn wußte erst garnicht, was sie sagen sollte, als sie aber hörte, daß sie nunwieder mit uns reisen sollte, war sie doch recht erfreut.Ach ja, ein Kinderherz sehnt sich doch nach den Eltern, solange der liebe Gott sie ihnen läßt, nnd ich hatte auchschon lange das Verlangen gehabt, sie bei uns zu haben,zumal sich unsere Verhältnisse auch insofern geändert hatte»,daß unsere Kinder in Nörten nun mit andern Kindern mehrUmgang haben konnten.

Wir konnten nur einige Tage in Lenzen verweilen,dann mußten wir wieder scheiden, für diesmal wohl fürlängere Zeit, denn wir sind nun weiter von einander ent-fernt. Wir wollten ans der Rückreise gern bei Tage nachHause kommen nnd fuhren deshalb um 12 Uhr Nachtsaus Lenzen, um mit dem ersten Zuge ans Wittenbergeweiter zu kommen. Wir hatten nns aber doch getäuscht,denn wir mußten wieder einen Nachmittag in Wolfenbüttelbleiben, nnd hatten uns nnnützerwcise um die Nachtruhegebracht, waren auch auf nnserm Frachtwagcn in der ziem-lich kalten Nacht und ans dem Elbdamme gehörig erkältet,müde nnd abgespannt. Von Lenzen nach Wittenberge fuhrmit uns Fräulein Minna Ebers, die früher bei PastorGräfes gewesen war, welcher wir einen Gruß nach Kolrepbestellten. Nachts 12 Uhr kamen wir in Nörten an, fandenAlle im Schlafe, aber munter nnd wohl, und am andernMorgen erfreut über unsere Wiederkunft.

Die herrlichen, aber heißen Sommertage gingen auchdahin, in denen wir Sonntags mit uusern Kindern Ausflügenach dem Hardenberg?, dem Lcinhvlze nnd der Plcssemachten. Unterdessen kam die Kartoffelernte, die nns derliebe Gott reichlich gesegnet hatte. Dagegen fiel unsereObsternte nur sehr geringe ans, weil durch die Hitze dasmeiste abgefallen war. Doch war die Kornernte hier überallgut gewesen, so daß doch das liebe Vrvd nicht thener wurde,und das war auch für uns eine Hauptsache, sollten wirwieder in nnserm Hanse vorwärts kommen. Denn nur